Brisantes Gesetz

Jetzt fix: Salzburg sperrt Ortsfremde aus der Stadt aus

Trotz Kritik von ÖVP und FPÖ prescht Salzburg vor und sperrt Besucher-Autos aus der Innenstadt aus. So soll ein Verkehrskollaps verhindert werden.
Newsdesk Heute
18.06.2026, 11:44
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Es ist das politische Sommerthema in Salzburg schlechthin: Wer nicht aus dem Großraum der Landeshauptstadt kommt, darf im Juli und August nicht mehr mit dem Auto in die Innenstadt fahren. Fast die gesamte Altstadt inklusive der zentralen Salzach-Kais werden deshalb zur "zona a traffico limitato", wie man sie aus Italien kennt.

Damit soll der alljährliche Verkehrskollaps in den Sommermonaten, insbesondere zur Festspielzeit, verhindert werden. Die Polizei wird die Zufahrtsstellen kontrollieren. Besucher müssen auf P+R-Anlagen ausweichen, wo es ein Kombi-Ticket fürs Parken und die Öffis um 7,50 Euro pro Tag gibt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Kennzeichenliste sorgt für Unmut

Die rot-grünen Pläne lösten bei der politischen Konkurrenz teils große Empörung aus. Die ÖVP befürchtete negative Auswirkungen auf die angrenzenden Stadtteile und rechtliche Unsicherheiten, Neos ortet eine "Huschpfuschaktion", auch die FPÖ ist naturgemäß dagegen.

Abseits davon sorgt der Umstand, dass nur mit sieben Kennzeichen in die "Sperrzone" gefahren werden darf, für Unmut. Weiter freie Fahrt haben Bewohner der Bezirke bzw. Landkreise Salzburg-Stadt, Salzburg-Land und Hallein sowie Berchtesgaden, Berchtesgadener Land, Bad Reichenhall und Laufen.

"Das ist absolut inakzeptabel und geht an der Lebensrealität im Bundesland vorbei", sagt ÖVP-Klubobmann Wolfgang Mayer. "Bayern rein, Innergebirg raus. Das kann nicht die Linie einer Salzburger Verkehrspolitik sein", wettert Dominic Maier von der FPÖ.

Verordnung bereits kundgemacht

Am 17. Juni wurde nichtsdestotrotz die entsprechende Verordnung kundgemacht. Die Regelung tritt damit planmäßig am 1. Juli in Kraft. In den nächsten Tagen sollen erste Plakate und Kampagnen über die neue "Sommerregelung" im Juli und August informieren.

An der Kennzeichen-Regelung hat sich nichts geändert: Wer aus Lofer, Werfen oder Bischofshofen kommt, darf nicht einfahren. Ausgenommen sind jedoch Fahrten im Ziel- und Quellverkehr im Zusammenhang mit Berufsausübung, Wirtschaft, Zustellung, Ladetätigkeit, medizinischer Versorgung oder Hotelbuchungen. Einspurige Motorräder sind ebenso nicht betroffen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.06.2026, 11:52, 18.06.2026, 11:44
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen