Endlich regnet es Medaillen für Österreich. Nina Reithmayer sorgte im Eiskanal für die Sensation und holte mit Silber die dritte Medaille für Rot-Weiß-Rot bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver.
Die Sportsensation bahnte sich schon am Dienstag an, als Reithmayer im ersten Lauf überraschend Bestzeit fuhr. Mit eisernen Nerven wehrte die Innsbruckerin die Angriffe der als übermächtig geltenden deutschen Rodlerinnen ab. Am Ende der vier Läufe hatte die 25-Jährige gegen die mehrfache Weltmeisterin Tatjana Hüfner aber leider das Nachsehen.
Erste Nicht-Deutsche Medaillengewinnerin seit 1998
Die Silbermedaille ist für den österreichischen Rodelsport aber so viel Wert wie Gold. Denn seit der Bronzenen durch Angelika Neuner 1998 gab es kein olympisches Edelmetall mehr für Österreichs Rodlerinnen. Kleines Detail am Rande: Reithmayer ist auch die erste Nicht-Deutsche, die seit 1998 wieder Edelmetall im Damen-Einsitzer gewinnen konnte.
Die Freude bei Reithmayer war entsprechend groß. "Am Start habe ich noch zu mir gesagt, das wird ein super Lauf. Und es ist genauso aufgegangen, wie ich es mir vorgestellt habe", strahlte die 25-Jährige im ORF-Gespräch, die auf ihre Silbermedaille noch mit "ein, zwei Glaserln im Österreicherhaus anstoßen" wird. Die zweite Österreicherin, Veronika Halder, beendete den Bewerb als Zwölfte.
Endergebnis beim Rodel-Einsitzer-Bewerb der Damen:
1. Tatjana Hüfner (GER) 2:46,524 Min.
2. Nina Reithmayer (AUT) +0,490 Sek.
3. Natalie Geisenberger (GER) +0,577
4. Tatjana Ivanova (RUS) +0,657
5. Anke Wischnewski (GER) +0,729
Weiter:
12. Veronika Halder (AUT) +1,593