0:4! Chancenlose Rapidler gehen in Mailand unter

Aus der Traum! Rapid musste sich auswärts gegen Inter Mailand mit 0:4 geschlagen geben. Die Europa-League-Saison ist damit beendet.

Die Sensation blieb aus. Rapid verabschiedete sich mit einer 0:4-Pleite gegen Inter Mailand aus der Europa League. Die Hütteldorfer hatten gehofft, das 0:1 aus dem Hinspiel zu drehen, fanden aber im Tabellen-Dritten der Serie A ihren Meister. Ein Doppelschlag durch Matias Vecino (11.) und Andrea Ranocchia (18.) rissen Grün-Weiß früh aus allen Träumen. Ivan Perisic (80.) und Matteo Politano (87.) machten im Finish alles klar.

"Wir wollen mutiger als daheim auftreten", hatte Didi Kühbauer angekündigt. Der Coach machte es mit seiner Aufstellung vor. Die Offensiv-Kicker Murg, Knasmüllner und Pavlovic rutschten in die Startelf. Dafür saß Kapitän und Italien-Fan Schwab überraschend auf der Bank. Grahovac und Ljubicic bildeten die Doppel-Sechs.

Rapid begann im mit 30.000 Fans (davon 5.000 lautstarke Gäste) eher spärlich besuchten Meazza-Stadion cool, versuchte in Richtung Inter-Tor zu gelangen. Siehe da: Knasmüllner sorgte in Minute vier tatsächlich für den ersten (ungefährlichen) Abschluss.

Wie es richtig geht, machte dann der dreifache Champions-League-Sieger vor. Vecino zog aus spitzem Winkel unhaltbar ins lange Eck ab – 1:0 (11.). Wenig später klingelte es erneut. Grahovac fabrizierte im Sechzehner eine Kerze, Maxi Hofmann konnte auch nicht klären. Innenverteidiger Andrea Ranocchia sagte "grazie" und versenkte humorlos zum 2:0 (18.).

Die Frage nach dem Aufstieg war somit früh geklärt. Rapid hätte nun drei Treffer benötigt, um das Wunder zu schaffen. Pavlovic kam zumindest einem nahe. Der grün-weiße Stürmer tauchte im Inter-Strafraum auf, schob den Ball jedoch am langen Eck vorbei (23.).

Gefährlicher blieben freilich die Hausherren. Brozovic (26.), Perisic und Candreva (41.) ließen noch vor dem Wechsel gute Chancen aus, Ranocchia (53.) und Martinez (55.) nach dem Pausentee.

Und Rapid? Bemüht, aber limitiert. Nach einer Stunde brachte Kühbauer Schwab. Doch auch der Kapitän vermochte keine Impulse zu setzen. Immerhin: Ljubicic feuerte in Minute 73 zum ersten Mal auf das Inter-Gehäuse (zehn Versuche der Wiener gingen laut Statistik daneben). Keeper Handanovic hielt.

Im Finish drehten die "Nerazzurri" noch einmal auf – und schlugen doppelt zu. Perisic überspielte Strebinger, hob dann den Ball elegant in die Maschen. Murg versuchte zu retten, landete aber wie das Leder im Tor (80.). Der überragende Kroate legte Politano in Minute 87 auch noch das 4:0 auf.

Danach war Schluss. Inter steht im Achtelfinale, könnte dort auf Salzburg treffen. Für Rapid ist die "Europa-Tour" beendet.

(Heute Sport)

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