Der Wiener Arbeitsmarkt sendet positive Signale: Im August 2026 wurden laut Dachverband der Sozialversicherungsträger insgesamt 939.857 Beschäftigungsverhältnisse inklusive freier Dienstverträge gezählt. Das waren um 6.731 beziehungsweise 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Dabei profitieren Männer etwas stärker von der Entwicklung. Ihre Beschäftigung stieg um 4.619 beziehungsweise 1,0 Prozent auf 484.223 Beschäftigungsverhältnisse. Bei Frauen gab es ein Plus von 2.112 beziehungsweise 0,5 Prozent auf insgesamt 455.634.
Auffällig ist die Entwicklung bei älteren Arbeitnehmerinnen. Bei Frauen über 50 stieg die Beschäftigtenzahl binnen eines Jahres um 2.753 beziehungsweise 2,1 Prozent. Anders sieht es bei den Jungen aus. In der Gruppe der unter 25-Jährigen ging die Beschäftigung um 352 Personen beziehungsweise 0,4 Prozent zurück. Besonders deutlich fällt das Minus bei jungen Frauen aus: Hier sank die Zahl um 669 beziehungsweise 1,6 Prozent.
Arbeits-Stadträtin und Vizebürgermeisterin Barbara Novak (SPÖ) sieht Wien dennoch auf einem guten Weg. "Wien ist der Jobmotor Österreichs. Die Beschäftigungsdaten zeigen, dass sich der Standort Wien dynamisch entwickelt und zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten anbietet. Damit die Wiener*innen diese Chancen noch besser ergreifen können, steht ihnen der waff mit Beratung und Finanzierung von Aus- und Weiterbildung bereit."
Besonders gut entwickelt sich die Beschäftigung derzeit in Hotellerie und Gastronomie, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in Telekommunikation, IT und EDV. Auch Gebäudebetreuung sowie Garten- und Landschaftsbau verzeichnen ein Plus.
Laut Stadt wächst die Beschäftigung in Wien derzeit stärker als in jedem anderen Bundesland. Bereits seit mehr als vier Jahren liege die Entwicklung über dem österreichweiten Durchschnitt. Ein Grund für das deutliche Plus bei älteren Frauen ist laut Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds (waff) auch das schrittweise steigende Frauenpensionsalter.
"Der Wiener Arbeitsmarkt entwickelt sich gut. Das bis 2033 schrittweise steigende Pensionsantrittsalter bei Frauen schlägt sich in steigenden Beschäftigtenzahlen nieder. Es ist aber wichtig alle Beschäftigungspotenziale zu nutzen. Deshalb unterstützt der waff mit seinen Partnern auch ganz gezielt junge Wiener*innen mit der Joboffensive für Jugendliche beim (Wieder-)Einstieg in den Job. Darüberhinaus stehen wir den Unternehmen als Partner in der Fachkräfteentwicklung zur Seite", erklärt waff-Geschäftsführer Marko Miloradović.