Nach unzähligen Klagen

Johnson & Johnson bietet Vergleich in Milliardenhöhe

Johnson & Johnson will bis zu 5,5 Milliarden US-Dollar zahlen, um Tausende Klagen in den USA wegen angeblicher Krebsgefahr durch Babypuder beizulegen.
Newsdesk Heute
28.07.2026, 08:26
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Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) hat angeboten, bis zu 5,5 Milliarden US-Dollar zu zahlen, um Zehntausende Klagen in den USA beizulegen. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, dass Babypuder und andere Produkte mit Talkum Ovarialkrebs verursachen können.

Mit dem vorgeschlagenen Vergleich will J&J einen jahrelangen Rechtsstreit beenden, der den Konzern aus New Jersey bereits lange belastet. Das Unternehmen betont, es gebe keine wissenschaftlichen Belege für einen Zusammenhang zwischen seinen Talkum-Produkten und Krebserkrankungen.

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Wie bbc.com berichtet, sieht das Angebot vor, dass J&J im kommenden Jahr bis zu 3 Milliarden US-Dollar auszahlt, weitere Zahlungen wären erst ab 2028 fällig. Voraussetzung ist, dass Anwaltskanzleien, die 95 Prozent der Krebsfälle vertreten, dem Vergleich zustimmen.

Zahlreiche Klagen seit 2009

Laut Johnson & Johnson begann die Welle der Klagen bereits 2009. Immer wieder argumentieren Betroffene, dass Talkum in Babypuder mit Asbest verunreinigt gewesen sei. Asbest gilt als krebserregend, und die Mineralien liegen oft nahe beieinander im Gestein.

J&J weist die Vorwürfe weiterhin zurück. "Studien zeigen, dass Talkum sicher ist, kein Asbest enthält und keinen Krebs verursacht", so das Unternehmen. Dennoch hatte J&J bereits 2022 angekündigt, weltweit nur noch Babypuder auf Maisstärkebasis zu verkaufen.

Tochterfirma Kenvue außerhalb Nordamerikas zuständig

J&J hatte seine frühere Konsumgütersparte unter dem Namen Kenvue ausgelagert, welche außerhalb Nordamerikas für die Haftungen im Zusammenhang mit Babypuder-Produkten verantwortlich ist.

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