Was als Mutprobe begann, endete in einem aufwendigen Rettungseinsatz: Zwei junge Männer klettern am späten Mittwochabend auf einen rund 40 Meter hohen Funkmast – doch in schwindelerregender Höhe gibt es für sie kein Vor und kein Zurück mehr. Höhenretter müssen anrücken.
Ein kurioser Feuerwehreinsatz hat sich am späten Mittwochabend in Stutensee-Büchig im Landkreis Karlsruhe ereignet. Zwei Jugendliche hatten gegen 22 Uhr den Vandalismusschutz eines rund 40 Meter hohen Funkmastes an der Bahnstrecke auf einem Feld überwunden und waren bis auf die Turmplattform geklettert.
Oben angekommen trauten sie sich jedoch nicht mehr eigenständig hinunter. Aufgrund der Höhe und der gefährlichen Lage wurde ein aufwendiger Rettungseinsatz eingeleitet. Neben der örtlichen Feuerwehr rückten speziell ausgebildete Höhenretter des KIT Karlsruhe und der Berufsfeuerwehr Karlsruhe, sowie eine spezielle Hubrettungsbühne an.
Nach umfangreichen Sicherungsmaßnahmen konnten die beiden Jugendlichen schließlich unverletzt von der Plattform gerettet werden. Im Anschluss wurden die Jugendlichen von der Polizei übernommen. Insgesamt waren über 40 Einsatzkräfte mit 11 Einsatzfahrzeugen an der Einsatzstelle im Einsatz.
Die Rettungsmaßnahmen dauerten mehr als eine Stunde. Feuerwehrsprecher Robert Redinger warnte eindringlich davor, wie schnell jugendlicher Leichtsinn lebensgefährlich werden kann. Das Besteigen solcher Funkmasten ist nicht nur verboten – neben der erheblichen Absturzgefahr bestehe je nach Anlage auch die Gefahr durch technische Einrichtungen.
Nur durch den aufwendigen Einsatz der Spezialkräfte konnte die Situation in der Nacht sicher beendet werden. Die beiden Jugendlichen werden den Boden unter ihren Füßen so schnell nun sicher nicht mehr verlieren wollen.