Ihr droht Todesstrafe

18 Monate alte Zwillinge tot – Mutter verhaftet

Nach dem Tod ihrer Zwillinge steht eine Mutter in Idaho wegen Verdachts auf Erstickung vor Gericht. Sie schiebt die Schuld auf eine Impfung.
Newsdesk Heute
15.07.2026, 21:33
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Sie stellte den Tod ihrer 18 Monate alten Zwillinge als Folge einer Impfung dar. Jetzt muss sich eine Mutter in den USA wegen Erstickens ihrer Kinder verantworten. Die 23-jährige Andrea S. wurde am Dienstag (Ortszeit) in Untersuchungshaft genommen.

Die Frau hatte sich an einer Klage der bekannten Impfgegner-Organisation Children's Health Defense gegen die Impfempfehlungen des größten US-Kinderärzteverbands American Academy of Pediatrics beteiligt.

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Der Festnahme von S. gingen "langwierige und gründliche Ermittlungen" voraus, wie die Polizei von Payette im US-Bundesstaat Idaho erklärte. Ihr Anwalt Joseph Filicetti wies die Vorwürfe am Dienstag vor Gericht zurück. S. sei eine "fürsorgliche, liebende Mutter", zitierte die Zeitung "Idaho Statesman" den Verteidiger. "Sie ist nicht das, was der Staat aus ihr machen will."

S. hatte ausgesagt, ihre Zwillinge seien acht Tage nach einer Impfung gegen Krankheiten wie Grippe, Hepatitis A und Tetanus wegen Atemnot gestorben. Sie habe die beiden Kleinkinder im Mai 2025 leblos in ihren Bettchen gefunden.

Die Aussage der jungen Mutter war ein zentrales Thema bei der Klage der Organisation Children's Health Defense. Diese wurde von Impfgegner und Verschwörungstheoretiker Robert Kennedy Jr. gegründet und geleitet, bevor ihn US-Präsident Donald Trump zum Gesundheitsminister gemacht hat.

S. hatte beantragt, ihre Kaution von zwei Millionen Dollar (1,75 Millionen Euro) zu senken, damit sie bei ihrer Tochter sein kann, die sie zwei Tage vor der Festnahme zur Welt gebracht hatte. Richterin Kiley Stuchlik zeigte sich angesichts der Vorwürfe gegen S. besorgt. Sie strich die Möglichkeit einer Freilassung auf Kaution und ordnete Untersuchungshaft an. Im Fall einer Verurteilung droht S. die Todesstrafe.

Gesundheitsexperten betonten zuletzt, dass Impfungen bei Kindern kein Erstickungsrisiko verursachen. Sie wiesen auch darauf hin, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass zweieiige Zwillinge, die also genetisch nicht ident sind, gleichzeitig an einer Immunreaktion sterben.

Children's Health Defense gab auf Anfrage keine Stellungnahme ab. Auch US-Gesundheitsminister Kennedy äußerte sich nicht dazu. Er hat eine umstrittene Reform gestartet: Sollten die neuen Regeln umgesetzt werden, würden sieben bisher für alle Kinder empfohlene Impfungen nur noch in Ausnahmefällen verabreicht. Im März setzte ein Gericht die von vielen Fachleuten kritisierten neuen Impf-Regeln vorerst aus.

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