Neunkirchen

Jugendrat – neue ÖVP-Idee im Wahlkampf-Finish

„Über die Zukunft der Jungen wird oft gesprochen – aber sie selbst kommen viel zu selten zu Wort", so die Kritik – die ÖVP will das ändern.
Niederösterreich Heute
28.05.2026, 07:00
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Wenige Tage vor der Wahl lud Bürgermeister Peter Teix (VP) gemeinsam mit Stefanie Tomrle zur Pressekonferenz – bewusst in der Musikschule, mitten im Herzen der Stadt. "Dass wir heute hier sind, ist kein Zufall. Eine Stadt besteht nicht aus Straßen und Gebäuden allein. Sie lebt von den Leuten, die hier wohnen, arbeiten, ihre Kinder großziehen und ihre Zukunft aufbauen", so Teix eingangs.

"Wo soll Neunkirchen in den nächsten 5 Jahren hin?"

Bewusst möchte der Bürgermeister den Blick nach vorne richten: "Die vergangenen Monate wurden oft genug analysiert. Heute geht es um die Frage, die wirklich entscheidend ist: Wo soll Neunkirchen in den nächsten fünf Jahren hin? Denn eines habe ich in den Tausenden Gesprächen, die ich in den vergangenen Wochen geführt habe, immer wieder gehört: Die Leute wünschen sich ein Ende des Gegeneinanders. Sie wünschen sich Zusammenarbeit. Und sie wollen, dass endlich wieder mit voller Kraft für Neunkirchen gearbeitet wird."

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Mittelschullehrerin Stefanie Tomrle, gemeinsam mit Teix die Speerspitze des Teams, präsentierte dabei eine neue Idee: einen Jugendrat für Neunkirchen. "Über die Zukunft der Jungen wird oft gesprochen – aber sie selbst kommen viel zu selten zu Wort. Das wollen wir ändern", so Tomrle. Der Jugendrat soll ein festes Gremium mit eigenem jährlichem Budget werden – kein Symbol, keine Alibiaktion, sondern echte Mitgestaltung mit echter Entscheidungskompetenz. Er tagt zweimal jährlich und setzt sich zusammen aus je einer Schülervertretung pro Neunkirchner Schule, einer Vertretung der Jugendberatung sowie einer Vertretung der Stadtverwaltung für fachliche Unterstützung. Voraussetzung: Wohnsitz in Neunkirchen.

"Die Idee eines eigenen Gremiums für die Jugend in unserer Stadt beschäftigt uns schon länger. Wir wollen jetzt Nägel mit Köpfen machen – das Ziel ist klar: Mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten für unsere Jugend", ergänzte Peter Teix.

Bürgermeister Teix und Tomrle bei der Pressekonferenz
ÖVP Neunkirchen

Teix sieht sich in seinem Kurs bestätigt: Der Rechnungsabschluss fiel um 4,2 Millionen Euro – und damit 55 Prozent – besser aus als erwartet. Für die Furt-Brücke wurde ein Sonderbudget gesichert, der Glasfaserausbau vorangetrieben. Und die Musikschule soll im Herzen der Innenstadt erhalten bleiben und saniert werden. "Das Besondere daran: All das haben wir ohne beschlussfähigen Gemeinderat geschafft. Damit wird deutlich, wie groß unsere Gestaltungsmöglichkeiten sind, wenn wir nach dem 31. Mai mit voller Kraft gemeinsam für Neunkirchen arbeiten können", so Teix.

Erst vor wenigen Tagen hatte Teix neue Entwicklungen in der Planung des neuen Stadtteils zwischen Fabriksgasse, Alleegasse und Werksgasse vorgestellt. Dort sollen 475 Wohnungen, 28 Reihenhäuser, Geschäftsflächen und viel Grünraum entstehen – und damit viel Leben mitten in der Stadt. Teix: "Mir ist ganz wichtig zu betonen: Diese Entwicklungen sind kein Wahlkampfgag, wie man so schön sagt, sondern Realität. Jetzt brauchen wir dringend einen beschlussfähigen Gemeinderat, um rasch die notwendigen Beschlüsse fassen zu können."

"Genug Streit erlebt"

Abschließend hielten Teix und Tomrle gemeinsam fest: "Neunkirchen hat genug Streit erlebt. Die Leute haben genug von politischen Spielchen. Unser Zugang war und bleibt unverändert: Wir arbeiten mit jedem zusammen, der für Neunkirchen arbeiten will – unabhängig von Parteifarben. Denn am Ende interessiert niemanden, von welcher Partei eine gute Idee kommt. Entscheidend ist nur: Macht sie unser Zuhause besser? Wir wollen Neunkirchen für die nächsten fünf Jahre mit voller Kraft positiv gestalten."

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