SPÖ bringt Anfrage ein

Wirbel um Lego-Spital – "Gibt dringendere Baustellen"

Für Aufregung sorgt jetzt ein aufgetauchtes Lego-Modell des geplanten Neubaus des Wr. Neustädter Spitals. Die SPÖ NÖ ortet Aufklärungsbedarf.
Erich Wessely
28.05.2026, 05:30
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2019 war der Neubau (Baubeginn für 2029 geplant) des Landesklinikums Wr. Neustadt mit 561,75 Mio. € budgetiert, im April 2025 waren bereits 1,465 Mrd. € dafür vorgesehen.

In einer Prüfung des Landesrechnungshofes kritisierte dieser auch fehlende Projektteile: Kinderbetreuungseinrichtung, Anbindung ans MedAustron-Zentrum sowie die Gesundheits- und Krankenpflegeschule, Parkdeck – darauf sei zuerst nicht Rücksicht genommen worden.

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Edith Goldeband, Direktorin des Landesrechnungshofes, hob Anfang Mai gegenüber "Heute" dennoch lobend hervor, dass der Landesrechnungshof das Projekt begleiten dürfe und Verbesserungsvorschläge schrittweise in die Neubaupläne des Spitals Wr. Neustadt eingearbeitet werden: "Ein beratender Prüfungsansatz ist uns sehr wichtig."

Universitätsklinikum Wr. Neustadt: Lego-Modell
privat

"Geld sollte besser in echte Spitäler fließen"

Jetzt tauchte in der Causa auch noch ein Lego-Modell auf, das die SPÖ NÖ hellhörig werden ließ. SPÖ NÖ-Chef Sven Hergovich dazu: "Lego ist eine tolle Sache. Ich freu mich wenn meine Tochter damit spielt, wenn sie größer ist. Das LGA-Management hätte freilich sehr viel dringendere Baustellen als Lego-Spitäler zu bauen. Beispielsweise die echten Probleme bei der Erst- und Akutversorgung in den Spitälern zu lösen. Wir werden aufklären, wie viel Steuergeld in Spielzeugspitäler geflossen ist. Das Geld sollte besser in echte Spitäler investiert werden."

Anfrage zu Kosten

Die SPÖ NÖ werde daher eine Anfrage zu den Kosten für die Lego-Modelle von Spitälern einbringen. Zudem soll geklärt werden, "ob das L in LGA neuerdings für Lego steht und die LGA öfters Lego-Modelle erstellt? Wie viel Arbeitszeit für den Bau des Spielzeugspitals aufgewendet wurde und ob die LGA überhaupt eine Genehmigung von Lego hat, derartige Modelle anzufertigen. Das dänische Bauklotz-Impeeium ist bekanntlich äußerst klagswütig und es kann ja nicht sein, dass die niederösterreichischen Steuerzahler für Strafzahlungen wegen Spielzeugspitälern der LGA aufkommen muss", so die Kritik der Roten.

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