Im Tiergarten Schönbrunn sitzt der Schock tief. Wie berichtet, hatte eine Tierpflegerin am Sonntag gegen 3 Uhr früh ein totes Hirschziegenantilopen-Jungtier aufgefunden. "Ein Pathologe führte im Anschluss eine Obduktion durch, wobei eine mutmaßliche Schussverletzung festgestellt wurde", heißt es vom Wiener Zoo gegenüber "Heute".
Laut Polizei wies das getötete Jungtier eine mehrere Millimeter große Ein- und Austrittswunde auf. Sowohl Polizei als auch Tiergarten vermuten, dass der tödliche Schuss von außerhalb des Geheges abgegeben wurde. Das Gehege liegt am Rand des Zoos, der Schütze könnte also sogar vom angrenzenden Schlosspark aus auf das Tier gefeuert haben. Der unbekannte Täter könnte dabei ein Nachtsichtgerät verwendet haben, vermutet der Zoo
Der Tiergarten Schönbrunn hat umgehend die Nachtdienste aufgestockt und durch externe Security verstärkt sowie weitere Maßnahmen zur Prävention ähnlicher Vorgänge gesetzt. "Die Sicherheit von Mensch und Tier ist unser höchstes Gut, dahingehend tun wir alles, um die höchste Sicherheit zu gewährleisten", hält dazu Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck fest.
Auch die Polizei glaubt an eine Schussabgabe von außerhalb des Geheges und sucht nun fieberhaft nach dem Schützen. Beamte des Ermittlungsbereichs Umweltdelikte des Landeskriminalamts Wien haben den Fall übernommen