"Großer Gerechtigkeitssinn"

Jus-Studium begonnen! Andreas Gabalier überrascht alle

Andreas Gabalier überrascht mit seiner Vergangenheit: Im Podcast erzählt er, warum er fast Anwalt wurde und was ihn bis heute an Architektur reizt.
Heute Entertainment
15.09.2026, 16:26
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Bei Monika Gruber zeigt sich Andreas Gabalier abseits der großen Bühne. Im Podcast "Die Gruaberin" erzählt der Volks-Rock’n’Roller unter anderem, dass seine Mutter ihn bereits mit sechs Jahren zum Klavierunterricht schickte. Begeistert war er davon nicht immer, heute ist er für die "eiserne Schule" allerdings dankbar. Neben der Musik hatte Gabalier einst andere Pläne: Architektur hätte ihn durchaus gereizt.

Gruber kann sich das bei ihrem befreundeten Musiker gut vorstellen und nennt ihn sogar einen "Schöngeist". Sein Interesse an Innenarchitektur und am Einrichten ist bis heute geblieben, wie Gabalier selbst erzählt und auf einige Projekte verweist. Sein Studium ging aber in eine komplett andere Richtung.

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Einen ganz anderen Weg schlug Gabalier nämlich mit einem begonnenen Jus-Studium ein. Während seiner Zeit als Barkeeper am Wörthersee wollte er die Sommer dort möglichst lange genießen. Das Studium in Klagenfurt hätte ihm genau das ermöglicht. Gruber staunt trotzdem: "Als Anwalt hätte ich dich überhaupt nicht gesehen."

Gabalier will "Andersdenkende verstehen"

Ganz abwegig wäre dieser Beruf für Gabalier aber nicht gewesen. "Vielleicht meiner Wörthersee-Barkeeper-Zeit verschuldet", erklärt der "Hulapalu"-Interpret den überraschenden Bildungsweg, den er kurz einschlagen wollte.

Gleichzeitig verweist er auf seine persönliche Haltung: "Ich habe einen großen Gerechtigkeitssinn in mir. Ich mache mir über sehr vieles, sehr viele Gedanken – ich versuche mir auch politisch immer ein Bild zu machen und vor allem ein Bild oder einen Sinn in Dingen zu sehen, die Leute anders sehen", beschreibt er sich.

Dabei gehe es ihm nicht darum, sofort gegen andere Meinungen aufzutreten: "Ich spreche oder schreie nicht immer gleich dagegen... ich bin keiner, der auf die Straße geht zum Demonstrieren [...] sondern ich versuche immer diese Ängste, Sorgen, Bedürfnisse Andersdenkender bisschen zu verstehen und zu hinterfragen."

Gabalier wolle nicht vorschnell entscheiden, "was richtig und was falsch" sei. Gleichzeitig beobachtet er eine Gesellschaft, in der immer stärker nur noch die eine oder andere Seite zähle und das Miteinander verloren gehe: "Es ist kaum noch irgendwo eine Mitte da, in unserem Land". Gruber bringt es am Ende auf den Punkt, man hätte "verlernt, zu kommunizieren".

red,Akt. 15.09.2026, 16:29, 15.09.2026, 16:26