Zusätzliche Schlafplätze

Kälte-Alarm in Wien – Notquartiere stocken Plätze auf

Eisige Temperaturen bringen Obdachlose in Wien in akute Gefahr. Der Fonds Soziales Wien reagiert und stockt die Plätze in den Notquartieren um 30 auf.
Wien Heute
06.01.2026, 15:00
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Eisige Nächte, Minusgrade und akute Gefahr für Menschen ohne Dach über dem Kopf: Wegen der anhaltenden Kälte hat der Fonds Soziales Wien (FSW) reagiert und die Plätze im Winterpaket aufgestockt. Rund 30 zusätzliche Schlafplätze für Einzelpersonen wurden geschaffen – verteilt auf fünf Notquartiere. Damit stehen nun gemeinsam mit den bestehenden Angeboten rund 1.000 Plätze im 24-Stunden-Betrieb zur Verfügung.

"Niemand soll in Wien bei eisigen Temperaturen auf der Straße nächtigen müssen und so sein Leben gefährden", so Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ).

Schnelle Hilfe dank starker Partner

Die neuen Plätze konnten innerhalb kürzester Zeit organisiert werden. Möglich machte das die enge Zusammenarbeit mit Organisationen wie dem Arbeiter-Samariter-Bund Wien, FSW Obdach, den Johannitern und dem Wiener Roten Kreuz. "Die aktuelle Aufstockung zeigt, wie wichtig flexible Strukturen und starke Kooperationen sind", betont FSW-Geschäftsführerin Susanne Winkler.

Hohe Auslastung

Schon Mitte Dezember waren die Notquartiere stark ausgelastet. Noch vor den Feiertagen wurden daher schrittweise zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Diese bleiben vorerst bestehen.

Markus Hollendohner, Leiter der Obdach- und Wohnungslosenhilfe im FSW, erklärt: "Auf Spitzen in besonders kalten Phasen können wir gut reagieren." Der FSW appelliert an die Bevölkerung, bei Kälte hinzusehen – und zu handeln. Mit der kostenlosen FSW KälteApp können Passanten in nur drei Schritten Straßensozialarbeit alarmieren, wenn sie obdachlose Menschen in Gefahr sehen. Die Teams kümmern sich um Hilfe vor Ort, Schlafsäcke oder Begleitung ins Notquartier.

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