Im Supermarkt sorgt das für Verwunderung: Der Kakaopreis ist zuletzt stark gefallen, trotzdem steigen die Preise für viele Schoko-Osterhasen weiter. Vor allem bekannte Marken langen heuer ordentlich zu. Ein Vergleich zeigt: Markenhasen sind je nach Produkt um 7 bis 29 Prozent teurer als noch im Vorjahr. Auch in Österreich musst du mit ähnlichen Preissteigerungen rechnen – das wird für viele Familien beim Einkauf deutlich spürbar – berichtet die "Kleine Zeitung".
Besonders bitter: Oster-Schokolade kostet oft deutlich mehr als normale Tafeln – selbst innerhalb derselben Marke. Konsumentenschützer sprechen von Preisaufschlägen von bis zu 160 Prozent. Die Hersteller rechtfertigen das mit höherem Aufwand: Figuren seien komplizierter zu produzieren, brauchen spezielle Formen und würden in kleineren Mengen hergestellt. Für viele bleibt das dennoch schwer nachvollziehbar.
Dabei hat sich der Kakaopreis zuletzt massiv nach unten bewegt. Nach einem Rekordhoch von rund 12.000 Dollar pro Tonne fiel er auf etwa 3.100 Dollar zurück. Dass du davon im Geschäft wenig merkst, liegt an langfristigen Verträgen: Viele Hersteller haben ihre Rohstoffe zu deutlich höheren Preisen eingekauft und sind noch bis Ende 2026 daran gebunden.
Zusätzlich treiben andere Zutaten die Preise weiter nach oben. Nüsse sind massiv teurer geworden – Haselnüsse etwa um bis zu 70 Prozent, Pistazien um rund 50 Prozent. Auch Energie und Verpackungen kosten deutlich mehr. Branchenvertreter warnen zudem: Wegen klimatischer Veränderungen könnte Kakao langfristig wieder teurer werden.
Immerhin gibt es auch eine kleine Entlastung: Supermärkte haben bei ihren Eigenmarken bereits reagiert und Preise gesenkt. Bei Spar, Billa, Hofer und Lidl wurden Schokoladen-Produkte teilweise günstiger – teils um rund 10 Prozent. Auf Markenprodukte haben die Händler hingegen kaum Einfluss. Für dich heißt das: Wer zu Ostern sparen will, greift besser zur Eigenmarke – sonst wird der süße Hase schnell zur teuren Überraschung.