Im Bezirk Wels-Land ist es am Samstag zu dramatischen Szenen gekommen: Gegen 16.15 Uhr wurden zwei Polizeistreifen zu einem Kaminbrand nach Marchtrenk gerufen. Wie die Polizei bei ihrer Ankunft sah, waren die Feuerwehren Kappern und Marchtrenk schon mitten im Löscheinsatz. Die fünfköpfige Familie, die nach Angaben der Polizei aus der Slowakei stammt, konnte rechtzeitig aus dem Haus gebracht werden.
Der 34-jährige Vater hatte starken Reizhusten und wurde – genauso wie seine Familie – sofort von den Sanitätern erstversorgt. Um 17.50 Uhr hieß es dann von der Feuerwehr endlich "Brandaus".
Bei den ersten Ermittlungen gab der 34-Jährige an, dass der Kamin von einem Bekannten eingebaut worden war. Eine offizielle Abnahme des Kamins habe es laut seinen Angaben aber nie gegeben.
In Österreich ist Schwarzarbeit bzw. Pfusch derzeit wieder auf dem Vormarsch: Ökonom Friedrich Schneider schätzt das Volumen 2025 auf rund 40,7 Milliarden Euro, was etwa 8,1Prozent der offiziellen Wirtschaftsleistung entspricht – nach 38,23Milliarden Euro und 7,8Prozent im Vorjahr ein deutlicher Anstieg.
Besonders betroffen sind Baugewerbe und Handwerk, die fast 40Prozent der Schattenwirtschaft ausmachen.Österreich liegt damit im EU‑Vergleich weiter eher im unteren Bereich, doch trotz dieser relativen Position wächst die Schwarzarbeit spürbar, angetrieben durch die angespannte Wirtschaftslage mit Inflation und steigender Arbeitslosigkeit.
Schätzungen gehen davon aus, dass ein großer Teil des "schwarzen" Einkommens trotzdem wieder in die offizielle Wirtschaft fließt – aber dem Staat jährlich dennoch mehrere Milliarden an Steuern und Sozialabgaben entgehen.