In fünf Tagen startet im Aztekenstadion die Weltmeisterschaft – und auch in der heimischen Spitzenpolitik ist das WM-Fieber ausgebrochen. Um das ÖFB-Team zu unterstützen, machen sich Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) auf den Weg nach Nordamerika. Und: Herbert Kickl überrascht derweil mit einem Team, das er unterstützt. Er drückt einem ÖFB-Gegner die Daumen.
Babler wird am 16. Juni beim ersten Gruppenspiel des ÖFB-Teams gegen Jordanien in Santa Clara live im Stadion mitfiebern. Kanzler Stocker reist wenige Tage später nach Dallas und besucht dort das zweite Gruppenspiel Österreichs gegen Argentinien. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) wird hingegen nicht vor Ort sein.
Dem österreichischen Nationalteam trauen die heimischen Politiker durchaus einiges zu. Die Hoffnung auf den Aufstieg in die K.-o.-Phase ist parteiübergreifend groß. Geht es um den WM-Titel, werden allerdings die üblichen Fußball-Schwergewichte genannt: Argentinien, Brasilien, Frankreich und Spanien zählen für viele zu den Top-Favoriten.
FPÖ-Chef Herbert Kickl drückt derweil einem südamerikanischen Team bei der Mission-Titelverteidigung die Daumen: "Sicherlich Argentinien, dazu immer gern auch Außenseiter. Aber auch hier gilt: Österreich zuerst."
Für Kanzler Stocker hat die Weltmeisterschaft in Zeiten internationaler Krisen eine Bedeutung, die über den Fußball hinausgeht. "Denn Sport kann Brücken bauen, wo man keine mehr vermutet hätte." Das Nationalteam habe gezeigt, was mit Zusammenhalt möglich sei. "Es ist auch ein Signal an die Menschen in Österreich: Glauben wir an unser Land und arbeiten wir gemeinsam am Aufschwung."
Auch Sportminister Babler sieht die Leistungen der Nationalmannschaft als wichtiges Vorbild. "Gerade auch weil unser Team damit Vorbild für unsere Kinder und damit für die Sportlerinnen und Sportler von morgen ist."