Sie trennte sich deshalb

Karin Teigl spricht in Ö3 über unerfüllten Kinderwunsch

Die Unternehmerin spricht offen über die schmerzhafte Entscheidung, sich wegen ihres unerfüllten Kinderwunsches von ihrem Mann zu trennen.
Heute Entertainment
08.03.2026, 11:13
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Karin Teigl, in der digitalen Welt bekannt als "constantly_k", blickt auf ein Jahrzehnt voller Erfolge zurück. Doch hinter der glitzernden Social-Media-Fassade verbarg sich ein tiefes persönliches Dilemma: ihr großer Kinderwunsch.

Im Ö3-"Frühstück bei mir" sprach die 41-Jährige erstmals so offen über die Jahre des Wartens, Hoffens und die Entscheidungen, die daraus entstanden.

Trennung, weil sie keine Kinder bekommen konnte

"Ich habe schon mit 30 aufgehört zu verhüten, wurde aber nicht schwanger", erzählt Teigl. Mit 38 begann sie, Hormone zu nehmen, doch auch das brachte keinen Erfolg. "Am Ende jedes Monats habe ich mich wie eine Versagerin gefühlt."

Kurz vor ihrem 40. Geburtstag erreichte die Situation ihren Höhepunkt: Auf Nachfrage beim Frauenarzt nach einer künstlichen Befruchtung erfuhr sie, dass die nötige Hormondosis das Zwanzigfache dessen betragen würde, was ihr Körper bereits hatte. "Da habe ich mir gedacht: Ich will das nicht, ich traue mich das auch nicht, ich kann auch nicht mehr."

Aus dieser tiefen Zerrissenheit folgte eine folgenschwere Entscheidung: Teigl trennte sich im Sommer 2024 von ihrem Mann Georg, einem ehemaligen Fußball-Profi, nach 13 gemeinsamen Jahren. "Er hat Familie verdient, ein kleines Wesen, das 'Papa' sagt. Und ich konnte ihm das nicht geben. Also habe ich ihn weggeschickt, hab gesagt: 'Ich will dir deine Zeit nicht stehlen, geh.'" Georg Teigl beschreibt den Herzschmerz als tiefer als jede Verletzung, die er je auf dem Spielfeld erlitten habe.

Doch nach dreivierteljähriger Trennung fanden die beiden wieder zueinander. "Die Trennung war sicher mein größter Fehler", gesteht Karin Teigl heute und ist dankbar für die Geduld ihres Mannes. Georg Teigl resümiert versöhnlich: "Es gibt genug Fußballkinder, die ich vielleicht trainieren werde."

Die Influencerin nutzt ihre Erfahrungen, um anderen Frauen Mut zu machen. Am Weltfrauentag appellierte sie: "Wir sollten uns täglich hunderte Male sagen, dass wir genug sind. Wir dürfen laut sein, wir dürfen bunt sein und eine Meinung haben." Karin Teigl zeigt damit, wie man trotz schmerzlicher Entscheidungen Stärke bewahrt und weiterhin für Selbstbestimmung einsteht.

{title && {title} } red, {title && {title} } 08.03.2026, 11:13
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