Tragischer Unfall

Karriere-Aus statt Olympia nach Zungen-Transplantation

Nur wenige Tage vor den Olympischen Spielen hat die deutsche Biathletin Juliane Frühwirt ihren Rücktritt bekanntgegeben.
Sport Heute
04.02.2026, 14:29
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Juliane Frühwirt, gerade einmal 27 Jahre alt, wollte eigentlich zu Olympia. Doch daraus wird nichts. Über Instagram verkündete sie jetzt ihr Karriereende – und das so kurz vor dem größten Sportereignis des Jahres. Der Rückzug war aber schon länger absehbar.

"Die Saison 2025/26 hatte ich mit dem Ziel Olympia in Angriff genommen. Dazu hat es nicht gereicht", schrieb Frühwirt in einem sehr persönlichen Posting. Schon diese Saison stand sie kein einziges Mal im Weltcup am Start. Der Grund dafür ist ein schwerer Unfall, der alles veränderte.

Sturz mit schlimmen Folgen

Im März 2024 passierte das Unglück: Frühwirt stürzte beim Langlaufen so unglücklich, dass sich ein Stock durch ihre Wange und den Oberkiefer bohrte. Dabei brach sie sich das Jochbein und den Kiefer – und noch schlimmer: Ein Teil ihrer Zunge wurde abgerissen. Es folgte eine Zungen-Transplantation.

Im Gespräch mit der "Bild" schilderte Frühwirt im Juli 2024 die dramatischen Stunden nach dem Unfall: "Bei der Operation hatte ich die schlimmsten Schmerzen, die ich je hatte. Der linke Teil der Zunge war abgerissen und steckte noch im Stock. Meine Zunge war nach der OP so angeschwollen, dass meine Kiefergelenke ausgekugelt waren."

Danach musste sie das Trinken und Schlucken komplett neu lernen. "Wenn schon scheisse, dann wohl richtig", kommentierte Frühwirt die Situation damals mit Galgenhumor auf Instagram.

Neuer Weg abseits des Weltcups

Nach dem schweren Unfall hat sich Frühwirt nicht nur auf ihr Comeback konzentriert, sondern auch als Unternehmerin neu durchgestartet. Sie unterstützt mittlerweile als Coach andere Sportler bei deren Zielen – und das Geschäft läuft besser als gedacht, wie sie in ihrem Abschiedspost auf Instagram festhält: "Wie ihr wisst, bin ich seit meinem Unfall nun aber auch Unternehmerin und was soll ich sagen – mit diesem Erfolg von Jule's Coaching habe ich so nicht gerechnet."

Im Weltcup blieb der große Durchbruch für die ehemalige Jugend-Olympiasiegerin allerdings aus. Insgesamt war sie zehnmal am Start. Ihr bestes Ergebnis: ein 23. Platz.

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