Rapid zittert vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Salzburg um die Meistergruppe. Laut Sportchef Markus Katzer liegt das auch an Schiri-Fehlern.
Katzer platzte zuletzt nach dem 1:1 in Altach der Kragen: "Er hat ein Foul von Niki (Wurmbrand, Anm. d. Red) gesehen. Und das ist dann der Wahnsinn. Dann brauchen wir den VAR gar nicht und spielen lieber wie früher mit den üblichen Fehlern."
Hintergrund: ein nicht gegebener Elfmeter. Altach-Goalie Dejan Stojanovic riss Nikolaus Wurmbrand nieder, Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca ließ weiterlaufen.
Brisant: ÖFB-Schiri-Chef Viktor Kassai bestätigte später im VAR-Check, dass es Elfmeter hätte geben müssen.
Katzer meint: "Wir haben selbst genug falsch gemacht, aber mit ordnungsgemäßen VAR-Entscheidungen wären wir sicher in der Meistergruppe."
Stimmt das? Der "Kicker" machte den Faktencheck und widerlegte Rapids Sportdirektor.
Hintergrund: Schiri-Chef Kassai erklärt auf var-oesterreich.at ausgewählte Schiedsrichter bzw. VAR-Entscheidungen des Spieltags. 44 strittige Entscheidungen wurden unter die Lupe genommen, 39 Mal haben die den Schiedsrichter bzw. den VAR-Eingriff bestätigt, nur fünf Mal mussten sie einen Fehler zugeben.
Zwei Mal war Rapid von Fehlentscheidungen betroffen– da hat Katzer Recht. Keinen Bundesliga-Klub traf es öfter.
In der 14. Runde war im Heimspiel gegen den GAK der von Nenad Cvetkovic verursachte gepfiffene Hand-Elfer nicht zu geben. Statt der 1:2-Heimniederlage hätte Rapid zumindest ein 1:1 und damit einen Punkt erreicht.
Zusammen mit zwei verlorenen Punkten in Altach (wenn Rapid durch den verwandelten Elfer 2:1 gewonnen hätte) hätten die Hütteldorfer jetzt 33 Punkte auf dem Konto. Heißt: In der Tabelle wäre man punktgleich mit der Wiener Austria und einen Zähler vor TSV Hartberg Fünfter.
Die Rechnung von Katzer hinkt freilich: Er hat zwar die fehlenden Punkte seines Klubs aufaddiert, die übrigen Fehlentscheidungen aber nicht berücksichtigt.
Besonders heikel ist dabei der Blick nach Ried: Dort wurde in einer Partie gegen den GAK ein Tor zu Unrecht wegen Abseits aberkannt. Laut Kassai wären das für Ried statt einem Punkt drei gewesen, also plus zwei Punkte. Ried hätte dann 30 Punkte – und wäre noch in Schlagdistanz.