Kriegspropaganda oder Loyalitätsbekundung für die Soldaten? Der Salutier-Jubel der türkischen Nationalspieler erhitzt die Gemüter.
Auch der 31-fache ÖFB-Teamspieler Veli Kavlak steht plötzlich in der Kritik. Vor wenigen Tagen tauchte ein Instagram-Post des Ex-Besiktas-Spielers auf, worin er die Militäroffensive der Türkei in Syrien begrüßte.
Zu viel für FPÖ-Chef Norbert Hofer. Der Politiker fordert, dem gebürtigen Wiener die Staatsbürgerschaft abzuerkennen. "Dieser Herr hat in Österreich nichts verloren", meint er.
Wie "Heute" erfuhr, stammt der Inhalt nicht von Kavlak, sondern ohne sein Wissen von einem Social-Media-Beauftragten. Kavlak hat das Posting gelöscht. Nur: Öffentlich äußern will sich der 30-Jährige zu dem Vorfall nicht. Zu groß ist die Sorge, in der aufgeheizten Stimmung in der Türkei zwischen die Fronten zu geraten.
Das musste jetzt auch Kaan Ayhan erfahren. Der Düsseldorf-Verteidiger hatte in Frankreich den 1:1-Ausgleich der Türkei erzielt. Den darauf folgenden Salutier-Jubel der meisten Kollegen verweigerte er. Das könnte für ihn Folgen haben: Es wird spekuliert, dass der Verband Ayan und andere "Verweigerer" nicht mehr für das Nationalteam nominiert. In öffentlichen Foren wird er "Bastard" und "Vaterlandsverräter" genannt. Die andere Seite ist, dass die UEFA längst gegen den türkischen Verband ermittelt. Politische Botschaften am Spielfeld sind untersagt.