Ein baldiges Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin wird es laut Angaben aus den USA doch nicht geben.
In "unmittelbarer Zukunft" sei damit nicht zu rechnen, wie ein US-Beamter am Dienstag in Washington mitgeteilt hat.
Trump hatte zwar Mitte Oktober angekündigt, sich mit Putin in Budapest, der Hauptstadt von Ungarn, treffen zu wollen. Einen konkreten Termin nannte er aber damals nicht.
Nach neuen russischen Angriffen auf die Ukraine ist es in der nordukrainischen Stadt Tschernihiw zu Stromausfällen und Problemen beim Telefonnetz gekommen. Wichtige Einrichtungen wie Spitäler mussten wegen der heftigen Angriffe auf "autonome Stromversorgung" umstellen, sagte der örtliche Behördensprecher Andryj Podorwan am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.
Laut ukrainischem Energieministerium können dringende Reparaturen wegen der "unerbittlichen" russischen Drohnenangriffe derzeit nicht erledigt werden. Die massiven Stromausfälle haben laut dem Behördensprecher am späten Montagabend begonnen. Betroffen sind die ganze Stadt Tschernihiw, in der vor dem Krieg rund 283.000 Menschen gelebt haben, und das Gebiet nördlich davon.
Die russische Armee schickt "absichtlich" Drohnen, die "kontinuierlich über beschädigte Anlagen fliegen", erklärte das ukrainische Energieministerium. Dadurch sei es "unmöglich, Instandsetzungsarbeiten sicher auszuführen". Die humanitäre Krise werde so "absichtlich verlängert".
Der Tschernihiwer Tierarzt Oleh sagte der AFP, auch die Tiere sind von den katastrophalen Bedingungen betroffen. "Es gibt keine Wärme, die Tiere frieren. Wir haben kein Wasser, das wir ihnen zu trinken geben können." Auch medizinische Geräte können nicht gereinigt werden.
Schon in den letzten Wochen mussten die ukrainischen Behörden wegen der ständigen russischen Angriffe auf Energieanlagen und das Schienennetz in vielen Teilen des Landes die Stromversorgung stark einschränken. Die Region Tschernihiw, die kurz nach dem russischen Einmarsch zeitweise besetzt war, ist zuletzt besonders oft Ziel russischer Luftangriffe geworden.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 greift Moskau jeden Winter die ukrainische Energieinfrastruktur an. Kiew musste deshalb immer wieder die Stromversorgung unterbrechen und Energie aus dem Ausland holen. Auch heuer hat Russland mit dem Herbstbeginn seine Attacken auf die Energieanlagen verstärkt. Es wird befürchtet, dass Millionen Menschen bei eisiger Kälte ohne Strom auskommen müssen.