Wintersportwoche

Kein Geld! Skiwoche zu teuer für die meisten Schüler

Für die Kids ein Winter-Highlight, für Eltern eine finanzielle Katastrophe. Wintersportwochen sind in Österreich immer schwerer leistbar.
Jana Stanek
09.01.2026, 05:30
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Schockierende Zahlen aus Österreichs Schulen: Vor allem in den östlichen Bundesländern gibt es Schulstandorte, an denen rund 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler keinen Wintersport mehr betreiben. Wintersportwochen werden für viele Familien zunehmend unleistbar. Immer öfter müssen sogar mehrere Klassen zusammengelegt werden, um überhaupt auf die nötige Teilnehmerzahl zu kommen, berichtet Evelyn Kometter, Österreichs oberste Elternvertreterin.

Kosten kaum stemmbar

Besonders betroffen sind jene Schulen, die kein Skigebiet vor der Haustür haben. Hohe Kosten für Anreise und Unterbringung treiben die Preise zusätzlich in die Höhe. "Natürlich sind die Kosten in den letzten Jahren extrem gestiegen", sagt Kometter. Obwohl Wintersportwochen gesetzlich verankert sind und es Fördermöglichkeiten gibt, landen Eltern schnell bei rund 450 Euro pro Kind, häufig sind es auch bis zu 700 Euro.

Und dabei bleibt es nicht beim klassischen Skifahren: Langlaufen, Eislaufen, Schneeschuhwandern – jede zusätzliche Aktivität kostet extra. Auch diese Angebote sind von der Teuerung nicht verschont geblieben. In Zeiten hoher Inflation sei Wintersport für viele Familien einfach keine Priorität mehr, bedauert Kometter. "Dabei sind wir immerhin ein Alpenland", sagt sie.

Burgenland und NÖ besonders betroffen

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Familien keine eigene Ski- oder Winterausrüstung besitzen – ein weiterer finanzieller Brocken. Besonders Familien mit mehreren Kindern stoßen schnell an ihre Grenzen. "Bei drei Kindern kann es passieren, dass Sprachreise, Sommer- und Wintersportwoche zeitlich zusammenfallen. Das ist dann schwer", erklärt Kometter.

Die größten Probleme ortet sie in Niederösterreich und dem Burgenland. Gerade dort sei es in den vergangenen Jahren immer häufiger nötig gewesen, Klassen zusammenzulegen, um die Mindestanzahl an Teilnehmenden überhaupt zu erreichen.

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