Kein Sieger im Skandal-Derby von Hütteldorf

Rapid wartet weiterhin auf den ersten Derby-Sieg im Allianz Stadion. Gegen die Austria gab es ein 1:1 in einem Spiel, das knapp vor dem Abbruch stand.
Rapid und Austria trennten sich im Eiskasten Allianz Stadion in einem hitzigen 325. Wiener Derby 1:1-Unentschieden. Monschein (62.) brachte die Veilchen in Führung, Ljubicic (64.) glich noch aus. Im Mittelpunkt stand aber eine kleine Menge der 25.600 Zuschauer. Mit Wurfgegenständen sorgten ein paar unbelehrbare Fans fast für einen Spielabbruch. Sie bewarfen Feindbild Raphael Holzhauser, der ging zu Boden, zog sich eine Blutwunde zu.

Referee Eisner unterbrach das Spiel für zehn Minuten.

Pünktlich zum Ankick kam in Hütteldorf wieder die Sonne hervor, eine Stunde vor dem Spiel herrschte im Westen Wiens Winter mit dichtem Schneefall. Es war also alles angerichtet für ein heißes 325. Wiener Derby bei eisigen Temperaturen.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Bei den Gastgebern war Ehrenkapitän Steffen Hofmann wieder einmal nicht im Kader, es wurde also nichts mit einem Heim-Derby zum Abschied. Austria-Trainer Thorsten Fink schickte Ex-Rapidler und Salzburg-Leihgabe Stefan Stangl von Beginn an aufs Feld, er wurde dementsprechend von den eingefleischten Rapid-Fans empfangen.

Fast der Spielabbruch



Nach fünf Minuten musste das Derby fast abgebrochen werden, Raphael Holzhauser wurde bei einem Eckball von einem Feuerzeug getroffen. Der Austria-Kapitän ließ sich kurz behandeln, nach der Durchsage, dass Wurfgegenstände verboten sind, konnte doch weitergekickt werden. Die erste Großchance in der Partie hatte Rapids Maximilian Hofmann (21.), sein Kopfball nach einer kurz abgespielten Ecke ging aber knapp vorbei. Auch die Austria hatte Lust auf Fußball, Pires scheiterte nach einem schnellen Konter an Richard Strebinger.

Das bedeutete aber auch wieder einen Eckball. Neuerlich flogen Wurfgeschosse auf das Feld. Schiedsrichter Rene Eisner unterbrach die Partie und schickte die Mannschaften in die Kabine. Zum Glück beruhigte sich der Block West und nach zehn Minuten ging es weiter. In der Phase bis zur Pause hatte die Austria mit zwei guten Distanzschüssen die besseren Möglichkeiten.

Zwei Minuten, zwei Tore

Die Minuten nach der Halbzeit verliefen sehr zerfahren, es dominierten harte Zweikämpfe im Mittelfeld. Nach 62 Minuten klingelte es aber im Kasten. Rapid konnte Lucas Venuto im Strafraum nicht stoppen, der Brasilianer legte zur Mitte quer. Der Ball wurde genau vor die Füße von Christoph Monschein abgefälscht – 1:0 für die Austria, keine Chance für Rapid-Schlussmann Strebinger.

Die Grün-Weißen hatten aber die perfekte Antwort auf Lager. Nur zwei Minuten später versenkte Dejan Ljubicic einen Eckball per Kopf ins kurze Eck zum 1:1-Ausgleich. Die Pyro-Fackeln vom Torjubel waren noch nicht erloschen, da hätte es fast schon wieder eingeschlagen. Ein Kopfball von Joelinton prallte von der Stange direkt in die Hände von Austria-Keeper Patrick Pentz zurück, Glück für die Veilchen.

"Schobi" vergibt Matchball

Zu Beginn der Schlussviertelstunde hätte Philipp Schobesberger seine Grün-Weißen in Führung bringen müssen. Der Flügelflitzer lief alleine auf das violette Tor zu, brachte die Kugel aber nicht an Goalie Pentz vorbei.

Das war auch die letzte nennenswerte Offensiv-Szene im Spiel, es blieb bei einer leistungsgerechten Punkteteilung. Rapid wartet somit noch immer auf den ersten Derby-Sieg im Allianz Stadion. In der Tabelle hilft der Punkt keinem so richtig weiter.

(red.)

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