Keine Frauen im Stadion - FIFA setzt Iran Ultimatum

Im Iran ist Frauen der Zutritt zu Fußballstadien verboten. FIFA-Präsident Infantino hat nun eine Frist gesetzt und fordert Gleichberechtigung.
In den Statuten der FIFA ist die Gleichbehandlung von Männern und Frauen klar geregelt. Daran hält sich bedauernswerterweise aber nicht jedes der Mitgliedsländer. Im Iran etwa ist Frauen der Stadionbesuch nach wie vor untersagt. Aus diesem Anlass hat die FIFA nun ein Ultimatum gestellt und droht mit Sanktionen.

Verbandspräsident Gianno Infantino hat dem iranischen Verband eine Frist bis zum 15. Juli 2019 gestellt. Bis dahin müssen Frauen in Fußballstadien zugelassen sein. Andernfalls drohen gravierende Konsequenzen. In einem offenen Brief an den iranischen Verbandschef Mehdi Taj wurde dieser von Infantino aufgefordert, entsprechende Maßnahmen von Seiten der Fußballbehörde zuzusichern.

"Ich möchte noch einmal betonen, dass es wirklich unerlässlich ist, dass wir hier Fortschritte machen und dass wir diese zusammen machen", heißt es in dem Brief.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Konkreter Auslöser war ein Testspiel zwischen dem Iran und Syrien am 6. Juni. Dabei wurden keine Frauen ins Stadion gelassen. Mehrere weibliche Personen sollen von Sicherheitskräften aus der Arena geführt worden sein. Dabei waren noch im Vorjahr beim asiatischen Champions-League -Finale – in Anwesenheit von Infantino – erstmals seit über 40 Jahren Frauen zugelassen worden.

Die FIFA droht nun mit drastischen Konsequenzen. Im September beginnt die Qualifikation zur WM 2022. Sollte Iran den Forderungen nicht innerhalb der Frist nachgehen, droht sogar ein Ausschluss, was eine Teilnahme an einer Weltmeisterschaft gänzlich unmöglich macht.

(Heute Sport)

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