Nach den Protesten im Jahr 2023 findet jetzt der Prozessmarathon gegen die Aktivisten der Letzten Generation statt. Am 26. März kam es zum bereits vierten Verhandlungstag. Und wieder setzte es eine Reihe von Verurteilungen.
In zwei Fällen kamen Aktivisten mit einer Diversion davon – sie dürften also nicht vorbestraft gewesen sein und nur wenig schlimme Tathandlungen gesetzt haben. Gegen eine Zahlung von 560 bzw. 650 Euro wurden die Verfahren eingestellt.
Vier weitere Personen hingegen fassten Geldstrafen zwischen 850 und 9.000 Euro aus. Letztere ist die Höchste bisher und wurde gegen einen Pensionisten verhängt.
"Dass das Filmen eines Klimaprotests strafrechtliche Konsequenzen hat, während Fussballplatzstürmer mit Bewährung davonkommen – das ist keine Gleichbehandlung vor dem Gesetz", sagt Verteidiger und Rechtsanwalt Paul Kessler. "Die Verhältnismäßigkeit fehlt, und das muss offen benannt werden."
Der nächste und vorerst letzte Gerichtstermin ist am 16.04.2026 im Straflandesgericht Wien, auch wieder um 09.30 Uhr.