Wirtschaft

"Keine Notlage" – EU reagiert auf Nord Stream 1-Wartung

Die Pipeline Nordstream 1 wird Ende August erneut gewartet. Die EU geht von einem bewussten Spiel Russlands mit dem Gashahn aus, bleibt aber ruhig.
Tobias Kurakin
23.08.2022, 17:59
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Russland setzt weiterhin Gas offenbar als strategische Waffe ein. Nun hat der Aggressor im Ukraine-Krieg neuerlich angekündigt, die Gasversorgung über die Pipeline "Nordstream 1" zu unterbrechen. Grund sind nach offiziellen Meldungen Wartungsarbeiten an der Pipeline, die EU hat nun reagiert.

Kein Unionsalarm

Die dreitägige Unterbrechung würde nicht dafür sorgen, dass der Unionsalarm ausgelöst werden müsse, bekräftigt die EU-Kommission. "Wir verfolgen die Situation mit allen Mitgliedsstaaten sehr genau und behalten die Entwicklung der Ströme weiterhin genau im Auge", heißt es von einem Sprecher.

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Generell würde der Unionsalarm bedeuten, dass die Mitgliedsländer dazu verpflichtet werden, weniger Gas zu verbrauchen. Schon jetzt haben es sich die EU-Staaten als Ziel gesetzt, freiwillig ihren Gasverbrauch um 15 Prozent zu senken.

Bezüglich des Grundes für die Lieferunterbrechung ist man hingegen in der EU skeptisch. "Auch diese Wartungsunterbrechung ist für uns technisch nicht nachvollziehbar“, sagte der Präsident der deutschen Bundesnetzagentur, Klaus Müller.

Russland argumentiert damit, dass die Turbinen von Siemens Energy gewartet werden müssten, diese Begründung wird jedoch nicht als glaubwürdig erachtet. Laut Gazprom wird die Unterbrechung von 31. August bis 2. September dauern.