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Keine Punkteteilung, neue Regeln, andere Anstoßzeiten

Der LASK und der GAK läuten am Freitag die neue Bundesliga-Saison ein. "Heute" verrät, was die Fans wissen müssen.
Sport Heute
31.07.2026, 07:00
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Ankick in der Bundesliga! Meister LASK eröffnet am Freitag (19.30 Uhr) gegen den GAK die Saison 2026/27. Vieles blieb beim Alten, einige Dinge wurden adaptiert – der Wegfall der Punkteteilung ist freilich der größte Brocken. Alles Wissenswerte über das kommende Fußballjahr findet ihr auf den nächsten Zeilen.

Spielmodus

Nach dem Grunddurchgang mit Hin- und Rückspiel (22 Runden) wird die Tabelle geteilt. Die ersten sechs Teams kommen in die Meistergruppe, die zweiten sechs Teams in die Qualifikationsgruppe. Neu ist, dass es keine Punktehalbierung nach dem Grunddurchgang mehr gibt, alle erspielten Punkte werden bis zum Schluss mitgenommen.

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In der Meister- und Qualifikationsgruppe spielen die jeweils sechs Teams noch je zweimal mit Hin- und Rückspiel gegeneinander. Im Anschluss daran erfolgt für drei Teams noch das Europacup-Play-off.

Tabellenreihung

Bei gleicher Punkteanzahl zweier oder mehrerer Klubs wird die Platzierung wie folgt ermittelt: Zunächst zählt das direkte Duell (Anzahl der Punkte –> Tordifferenz -> erzielte Tore). Sind mehrere Teams punktgleich, wird eine interne Tabelle aller direkten Duelle erstellt. Ansonsten gilt diese Reihenfolge: höhere Tordifferenz -> höhere Zahl der erzielten Tore -> höhere Anzahl der Siege -> höhere Anzahl der Auswärtssiege -> höhere Zahl der erzielten Tore bei Auswärtsspielen.

Europacup-Startplätze

Österreich hat die vergangene Saison nur auf Rang 17 der UEFA-Fünfjahreswertung abgeschlossen. Damit werden folgende vier Europacup-Einstiege ausgespielt:

- Der Bundesliga-Meister startet 2027/28 in der 2. Qualifikationsrunde zur Champions League (Meister-Weg).
- Der Vizemeister startet in der 2. Qualifikationsrunde zur Conference League.
- Der Sieger des Europacup-Play-offs in der 2. Qualifikationsrunde zur Conference League.
- Der ÖFB-Cup-Sieger startet in der 1. Qualifikationsrunde zur Europa League.

Hat der Cupsieger einen höherwertigen Startplatz über die heimische Meisterschaft bereits fix, geht der "Cup-Startplatz" auf die Liga über.

Auf- und Abstieg bzw. Relegation

Um direkt aufzusteigen, muss ein Klub 2027 Meister in der 2. Liga werden und eine Lizenz für die höchste Spielklasse haben. Im Falle, dass erst der Zweit-, Dritt- oder Viertplatzierte eine Lizenz für die Bundesliga hat, muss der Aufstieg in zwei Relegationsspielen gegen den Letztplatzierten der höchsten Spielklasse erreicht werden. Sollte auf den ersten vier Plätzen kein Klub landen, der aufstiegsberechtigt ist, verbleibt der Zwölftplatzierte der höchsten Spielklasse in der Bundesliga.

Spieltermine

Ab der kommenden Saison gibt es neue Anspielzeiten, die auf den bisherigen Terminen aufbauen. Neu hinzu kommen die beiden Einzelspiele am Freitag- und Samstagabend, die nun ganzjährig um 19:30 Uhr gespielt werden. Die einzigen Ausnahmen sind durch die Länderspielpausen bedingt, nach denen nicht an einem Freitag gespielt wird (heuer Runden 8, 13 und 26).

Im Sommer wird weiterhin von Saisonstart bis inklusive der Runde nach den UEFA-Play-off-Spielen (heuer Runde 5) auch am Sonntag später angekickt. Um auf die heißen Klimabedingungen besser eingehen zu können, gibt es ab dieser Saison auch am Sonntag einen neuen Spieltermin um 19:00 Uhr (statt 14:30 Uhr).

Bis auf diese Ausnahme gelten alle Spieltermine (Freitag 19:30 / Samstag 17:00 Uhr und 19:30 Uhr / Sonntag 14:30 Uhr und 17:00 Uhr) ganzjährig für den Grund- und Finaldurchgang, wobei im Saisonfinale der Samstag weiterhin von der Qualifikationsgruppe, der Sonntag von der Meistergruppe und der Freitag von beiden Gruppen bespielt wird.

Winterpause

Knapp sechs Wochen liegen zwischen dem letzten Spiel im Herbst am 13. Dezember und dem Frühjahrsauftakt am 22. Jänner 2027. Der im Vergleich zu den letzten Saisonen vorverlegte Frühjahrsauftakt zielt insbesondere darauf ab, den sportlichen Erfolg der Klubs in den UEFA-Bewerben zu unterstützen. Für jene Klubs, die in den europäischen Ligaphasen teilnehmen, wird die Winterpause noch etwas kürzer sein, da Champions-League- und Europa-League-Spiele bereits ab 19. Jänner stattfinden.

VAR

Wie schon in den vergangenen Saisonen kommt in der höchsten Spielklasse der Video Assistant Referee (VAR) zum Einsatz. Mit dem VAR kann der Schiedsrichter während des Spiels Video-Wiederholungen verwenden, um klare und offensichtliche Fehlentscheidungen zu korrigieren.

Neuerungen gibt es bei den Entscheidungen, in denen der VAR eingreifen darf. Ab der kommenden Saison können nun auch offensichtlich falsche Eckbälle überprüft werden, sofern die Entscheidung ohne Spielverzögerung geändert werden kann.

Ergänzend kommt es durch die IFAB allgemein zu einer VAR-Anpassung betreffend gelb-rote Karten, deren zweite gelbe Karte nun auch überprüft werden kann.

Im Laufe der Herbstsaison wird der Schiedsrichter zudem seine Entscheidungen nach On-Field-Reviews und nach gedrehten Entscheidungen durch VAR-Intervention im Stadion und in den TV-Übertragungen verbal kommunizieren und so jedem Zuschauer nachvollziehbarer machen. Auch durch die dann mögliche Übertragung der VAR-Bilder auf die Vidiwalls werden die Entscheidungen der Schiedsrichter für alle Stadionbesucher transparenter.

Neue Spielregeln

Die bereits bei der WM eingesetzten Maßnahmen gegen Zeitspiel werden auch in der Bundesliga zu sehen sein. Bei zu langer Dauer des Abstoßes bzw. Einwurfs kommt es zuerst zum Countdown und dann zu Sanktionen (Eckball bzw. Wechsel des Einwurfrechts), bei Spielerwechseln muss der ausgetauschte Spieler das Spielfeld innerhalb von zehn Sekunden verlassen – andernfalls darf der eingewechselte Spieler erst eine Minute nach Spielfortsetzung aufs Spielfeld. Wird ein Spieler nach einer Verletzung am Spielfeld behandelt, muss er dieses verlassen und darf es erst nach einer Minute wieder betreten. Diese Regeländerungen sollen zu mehr effektiver Spielzeit und einem flüssigeren Spiel führen.

Transferperiode

Die Sommer-Übertrittszeit endet am 3. September 2026 um 17 Uhr. Die Winterübertrittszeit beginnt am 1. Jänner und endet am 08. Februar 2027 (17 Uhr).

Österreicher-Topf

Auch in diesem Jahr wird der Einsatz österreichischer Spieler finanziell gefördert. Für den Erhalt der Förderung aus dem Österreicher-Topf muss ein Klub in jedem Match bei bis zu 18 Kickern im Spieltagskader mindestens zwölf Spieler auf den Spielbericht setzen, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder vor Vollendung ihres 18. Lebensjahres zum ersten Mal in Österreich registriert wurden und für die U22 (Stichtag 1.1.2005) spielberechtigt sind. Nimmt ein Klub 19 oder 20 Fußballer in den Spieltagskader auf, müssen mindestens 13 Spieler die Kriterien des Österreichertopfes erfüllen.

Die Ausschüttung erfolgt in drei Abrechnungsperioden (nach 11 bzw. 22 Runden sowie nach dem Finaldurchgang) und nach der Anzahl der Spielminuten österreichischer Spieler, wobei die Minuten von U22-Spielern vierfach gewertet werden. Erfüllt ein Klub in einer Partie die Kriterien nicht, hat er für die jeweilige Abrechnungsperiode keinen Anspruch auf die Förderungen aus dem Österreicher-Topf.

Multiball-System

Mit der neuen Saison wird in der Bundesliga das Multiball-System praktiziert. Dabei werden insgesamt 14 Bälle rund ums Spielfeld auf Hütchen oder Ballsäulen platziert. Ballkinder sind (außer beim Abstoß des Tormanns) ausschließlich dafür zuständig, die Bälle auf den Vorrichtungen zu platzieren, die Bälle werden von den Akteuren selbst genommen und wieder ins Spiel gebracht.

Gästetickets

Der Höchstpreis für Tickets im Gästesektor (der von den Klubs individuell auch unterschritten werden kann) wird auch in der kommenden Saison fortgesetzt und beträgt 20 Euro.

{title && {title} } red, {title && {title} } 31.07.2026, 07:00