Niederösterreich

Keine Sitzplätze! St. Pölten will besseres Bahnangebot

Die Öffis werden immer beliebter. Durch die steigende Zahl an Bahnfahrern kommen die Kapazitäten aber auch an ihre Grenzen.
Isabella Nittner
31.05.2022, 10:43

Zahlreiche Menschen pendeln täglich zwischen St. Pölten und Wien in die Arbeit. Und in den letzten Monaten wurden es immer mehr. Maßgeblich dazu beigetragen haben freilich vergünstigte Ticketpreise, aber auch die ins Unermessliche steigenden Sprit-Kosten und die Wiener Kurzparkzone.

Das führt freilich zu hektischem Gedränge in den Zügen, die ÖBB bitten um Sitzplatzreservierungen, sonst wird man knallhart aus dem Zug geschmissen. - mehr dazu hier und hier

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Resolution im Gemeinderat

Der Gemeinderat in St. Pölten befasste sich nun mit dem pressierenden Thema, fasste einen einstimmigen Entschluss: Das Bahnangebot muss besser und bequemer werden.

"Lange Zeit wurden billigere Tickets gefordert. Um die entsprechenden Rahmenbedingungen hat man sich aber kaum gekümmert. Gerade wir in der Volkspartei haben bereits im Herbst vor einer solchen Entwicklung gewarnt und festgehalten: Wer nur an der Preisschraube dreht und keine neuen Angebote schafft, wird unweigerlich einem katastrophalen Sitzplatzengpass entgegensteuern", erklärt ÖVP-Klubobmann, Gemeinderat und Bundesrat Florian Krumböck.

Eine Resolution im Gemeinderat soll die Bundesregierung, allen voran Klimaministerin Leonore Gewessler, nun auffordern, sich entsprechende Maßnahmen zu überlegen.

"Besser, bequemer und billiger bei Infrastruktur, Angeboten und Ticketpreisen. Nur mit diesem Dreiklang in unserem ‚1.2.3. Mobilitätsplan blau-gelb‘ können wir es ermöglichen, dass aus einem Öffi-Hype ein langanhaltender Trend wird. Das funktioniert nämlich nur, wenn es auch genug Platz zum Sitzen gibt und einen Takt, der den Lebensrealitäten entspricht", so Krumböck.