Julia Mühlbacher, Daniel Tschofenig, Lisa Eder und Stefan Kraft landeten bei widrigen Wetterverhältnissen und starkem Wind in Willingen nur auf dem vierten Platz, 43,4 Punkte hinter dem Sieger-Quartett aus Slowenien, das sich nur 0,6 Punkte vor Gastgeber Deutschland durchsetzte. Japans Team sprang auf den dritten Rang, 17,6 Punkte hinter Slowenien.
Bei wechselnden Windverhältnissen war Österreichs Startspringerin Mühlbacher bloß auf 112,5 Meter gesegelt, sie hatte lange warten müssen. Eder gelang bei schwierigen Verhältnissen nur ein Satz auf 104,5 Meter. Tschofenig sprang als zweiter heimischer Adler auf 117,0 Meter, ehe Schlussspringer Kraft die ÖSV-Auswahl mit 133,0 Metern noch einmal an die Top-Drei heranbrachte. Damit war der ÖSV-Adler der zweitweiteste des Bewerbs.
Nach nur einem Durchgang wurde der Bewerb dann abgebrochen, aber trotzdem gewertet. "Wenn man so ewig oben sitzt in der Kälte, da stirbt einem alles ab", haderte Mühlbacher, die Österreich auf Rang fünf geführt hatte. "Viel Spaß hat es nicht gemacht. Wenn ein Durchgang so lange dauert, ist es zach", meinte Kraft nach seinem Sprung, betonte aber: "Wir sind alle gesund herunten, haben ein Ergebnis."
Ähnlich sah es auch "ORF"-Experte und Ex-Springer Martin Koch. "Die Sinnhaftigkeit muss man infrage stellen, und Werbung für den Sport war es auch keine."