Studie warnt

KI-Agenten bedrohen Schreibtisch-Jobs

Eine neue Studie zeigt: Hochqualifizierte Büro-Jobs sind durch KI-Agenten besonders gefährdet. Österreich und Deutschland sind im Visier.
Technik Heute
10.04.2026, 11:07
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Drei Jahre nach dem ChatGPT-Beben steht die nächste KI-Disruption an. Diesmal trifft es nicht die Fabrikarbeiter, sondern die sogenannten Knowledge Worker an den Schreibtischen: Programmierer, Ingenieure, Juristen und Manager.

Laut einer aktuellen Studie des Kreditversicherers Coface und des französischen Observatoire des Emplois Menacés et Emergents weist rund jeder achte Beruf ein Automatisierungspotenzial von über 30 Prozent auf.

Wie computerwoche.de berichtet, sind Deutschland und Österreich im europäischen Vergleich besonders exponiert. Der Grund: Beide Länder haben einen hohen Anteil an Ingenieurs- und IT-Jobs, deren Tätigkeiten sich gut für KI eignen. In diesen Berufsfeldern gelten etwa 29 Prozent der Aufgaben als automatisierbar.

Diese Jobs sind besonders gefährdet

Besonders betroffen sind laut der Studie Berufe im Ingenieurwesen, der IT-Branche, im Rechts- und Finanzwesen sowie im Management. Tätigkeiten wie Programmierung, Modellierung und Simulation sind für KI-Agenten ein ideales Terrain. Auch die öffentliche Verwaltung und der Bildungssektor stehen im Visier.

Die Pharmabranche (18 Prozent) und die Elektronikfertigung (20 Prozent) weisen ebenfalls überdurchschnittliche Automatisierungsrisiken auf.

Hier bist du auf der sicheren Seite

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Jobs, die an körperliche Präsenz, manuelle Fähigkeiten oder echte zwischenmenschliche Interaktion gebunden sind, bleiben vergleichsweise sicher. Dazu zählen Handwerksberufe wie Metallgießer (nur 0,1 Prozent Automatisierungsanteil) oder Maler und Lackierer.

Auch Pflegeberufe und soziale Arbeit sind wenig gefährdet: Sozialarbeiter für psychische Gesundheit haben laut Studie ein Risiko von nur 8,2 Prozent. Wer auf Empathie, Vertrauen und menschliches Urteilsvermögen setzt, ist gut aufgestellt.

Das klassische Diplom verliert als Jobgarant an Bedeutung. In einer Welt, in der KI Wissen in Sekundenschnelle abruft, werden Fähigkeiten wie kritisches Denken, Anpassungsfähigkeit und emotionale Intelligenz immer wichtiger.

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