Ein 54-jähriger Mann aus North Carolina hat sich vor einem US-Gericht schuldig bekannt, durch gefälschte Musik-Streams Tantiemen erschlichen zu haben. Zwischen 2017 und 2024 soll er über zehn Millionen US-Dollar erbeutet haben.
Der Angeklagte setzte auf ein ausgeklügeltes Bot-Netzwerk, das KI-generierte Songs milliardenfach abrief. Zu Hochzeiten waren mehr als 1.000 Bots gleichzeitig aktiv, die über VPN auf Plattformen wie Spotify, Apple Music, Amazon Music und YouTube Music zugriffen.
Wie t3n.de unter Berufung auf das US-Justizministerium und das Portal Bleeping Computer berichtet, hatten die Bots seit 2019 insgesamt über vier Milliarden Streams erzeugt. Die KI-Titel kaufte der Betrüger zuvor von einem Komplizen.
"Obwohl die Lieder und Hörer erfunden waren, waren die Millionen US-Dollar, die der Angeklagte gestohlen hat, real", erklärte Staatsanwalt Jay Clayton. Das Problem: Der Auszahlungspool für Künstler ist begrenzt, jeder gefälschte Stream schadet daher echten Musikern.
Dem Angeklagten droht eine Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis. Er stimmte bereits einer Entschädigung von rund acht Millionen US-Dollar zu. Das endgültige Urteil soll im Juli 2026 verkündet werden.