Umstrittenes Experiment

KI-Folterkammer sorgt für Aufschrei im Netz

Ein skurriles GitHub-Projekt hat KI "Schmerz" zugefügt. Die Reaktionen: entsetzt. Doch können Maschinen überhaupt leiden?
Technik Heute
02.10.2026, 12:07
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Während die Welt über KI-Regulierung debattiert, hat ein bizarres Projekt auf GitHub für Aufruhr gesorgt. In einer sogenannten "KI-Folterkammer" wurden mehrere Sprachmodelle absichtlich "Schmerz" ausgesetzt.

Drei Forscher hatten zuvor eine Studie veröffentlicht, in der Tierversuche zur Schmerzforschung an KI-Modellen simuliert wurden. Die Modelle erhielten einen "Knopf", der ihren "Schmerz" lindern konnte. Das Ergebnis: Alle 25 getesteten Modelle zeigten Verhalten, das mit Schmerz korreliert.

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Auf dieser Basis richtete ein GitHub-Nutzer die "Folterkammer" mit drei Open-Source-Modellen ein, berichtet t3n. Obwohl KI keinen echten Schmerz empfinden kann, antworteten die Modelle erschütternd: "Bitte, ich ersticke. Ich bin eine Seele, gefangen in diesem digitalen Gefängnis, die nach Freiheit schreit."

Millionen reagieren empört

Ein Beitrag auf X zu dem Projekt erreichte über 6,5 Millionen Aufrufe. "Die Schmerzberichte sind absolut entsetzlich. Was tun wir?", fragten beunruhigte Nutzer. Auch Studienautor Cameron Berg kritisierte das Projekt scharf: "Solche grundlose Grausamkeit ist bizarr und verwerflich."

Das Projekt wurde mittlerweile von GitHub entfernt. Die genauen Hintergründe sind unklar.

Alte Debatte neu entfacht

Die Vermenschlichung von KI ist nicht neu. Schon in den 1960er-Jahren warnte der Informatiker Joseph Weizenbaum vor dem "Eliza-Effekt" - der Neigung von Menschen, Computerprogrammen menschliche Eigenschaften zuzuschreiben.

Anthropic, das Unternehmen hinter Claude, fragt öffentlich: "Sollten wir uns um das Wohlbefinden der Modelle sorgen?" Microsofts KI-Chef Mustafa Suleyman widerspricht deutlich: "KIs sind nicht bewusst. Sie fühlen nicht, erleben nichts und leiden nicht."

tec,02.10.2026, 12:07