Kickl: 65 Pyro-Anzeigen bei Heimspielen von Rapid

Bei Heimspielen des SK Rapid ist es in den letzten beiden Jahren zu 65 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Pyrotechnikgesetz gekommen.
Das "Duell" zwischen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) und Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid Wien geht weiter.

In den Jahren 2017 und 2018 ist es bei Heimspielen der Hütteldorfer insgesamt zu 65 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Pyrotechnikgesetz gekommen. Dies erklärte der Innenminister in einer von SPÖ-Nationalratsabgeordneten Nurten Yilmaz eingebrachten parlamentarischen Anfrage zu "Pyrotechnik bei Sportveranstaltungen in Österreich".

Rapid kein "Best-Practice-Beispiel"



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Dabei handelt es sich um "Übertretungen von Auflagen der mit Bescheid genehmigten Ausnahmebewilligungen nach dem Pyrotechnikgesetz von 2010". Spitzenreiter war das Wiener Derby vom 4. Februar 2018 mit 13 Anzeigen, gefolgt vom Derby am 23. April 2017 (9 Anzeigen).

"Mit Ausnahme einiger weniger Vereine wird in Österreich durch die enge Zusammenarbeit der Vereinsführung und ihrer Fans die Verwendung illegaler Pyrotechnik hintangehalten", heißt es in der Anfragebeantwortung. Dazu zählen die Hütteldorfer offenbar nicht. "Es gibt kein Rapid-Best-Practice-Beispiel", heißt es weiter.

Aus den 23 Antworten geht hervor, dass 2017 und 2018 insgesamt 72 Ausnahmebewilligungen nach dem Pyrotechnikgesetz erteilt wurden. Eine Abschaffung dieser Ausnahmeregelung ist kein Thema. "Es wird weiterhin möglich sein, unter den im Gesetz genannten Voraussetzungen bei Wettbewerben, die von nationaler oder internationaler Bedeutung sind, die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände durch den Veranstalter zu erlauben."

"Kleinigkeiten angezeigt"



Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek erklärte dazu im Kurier: "Im Jahr 2017 konnten wir das Verwenden illegaler Fackeln von 244 auf 5 reduzieren. Auf Verstöße im Auswärtssektor haben wir keinen Einfluss, vielleicht wurden hier Übertretungen eingerechnet."

Außerdem seien Kleinigkeiten geahndet worden. "Wir haben eine Anzeige erhalten, weil ein Absperrband rund um den bestimmten Bereich heruntergehängt ist. Oder eine, weil eine Fahne in den Bereich hineingeweht wurde." (Heute Sport)

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