Kickl macht ÖVP live im ORF zwei überraschende Angebote

FPÖ-Chef Kickl machte Verfassungsministerin Edtstadler (ÖVP) zwei Angebote live auf Sendung.
FPÖ-Chef Kickl machte Verfassungsministerin Edtstadler (ÖVP) zwei Angebote live auf Sendung.Screenshot ORF
Die SPÖ will die Einbürgerung erleichtern. Die Debatte im ORF wurde aber vom neu gewählten FPÖ-Chef Herbert Kickl vollkommen gekapert. 

Es war Herbert Kickls erster TV-Auftritt seit seiner Wahl zum neuen Bundesparteiobmann der FPÖ am Freitag – und was für einer. Neben dem Scharfmacher der Blauen hatte der ORF für seinen Polit-Talk "Im Zentrum" auch noch Ministerin Karoline Edtstadler (VP), Jörg Leichtfried (SP), Olga Voglauer (Grüne) und Christoph Wiederkehr (NEOS) ins Studio geladen.

Dort sollten die Parteienvertreter über den Vorstoß zu einer Erleichterung der Einbürgerung durch die Sozialdemokraten diskutieren. Schon nach wenigen Minuten kaperte Kickl aber die Debatte und dominierte sie bis zum Schluss. Schnell wurde ein oft kaum verständliches Wortgefecht aus der Debatte, vor allem Leichtfried und Kickl gerieten sich in die Haare.

Kickl will Gesetze verschärfen

Schließlich machte der neue FPÖ-Chef Verfassungsministerin Edtstadler in Vertretung der gesamten ÖVP zwei überraschende Angebote: Die Volkspartei solle doch in Migrationsfragen mit seiner Partei im Nationalrat paktieren, um verschärfte Einbürgerungsgesetze auch gegen den Widerstand der Grünen durchzuboxen:

Zum Einen möchte Kickl verhindern, dass Asylberechtigte Staatsbürger werden können und zum Anderen möchte er türkische Staatsbürger komplett von der Einbürgerung ausschließen.

Edtstadler lehnte vollumfänglich ab
Edtstadler lehnte vollumfänglich abScreenshot ORF
Vorschlag abgeschossen

Würde die Kanzler-Partei hier dem FPÖ-Vorschlag folgen, wäre das nicht einmal Koalitionsbruch, denn in diesem Bereich wurde zwischen Türkis und Grün extra ein koalitionsfreier Raum im Regierungsprogramm festgelegt.

Trotzdem folgt die Abfuhr umgehend und mit scharfen Worten: "Dass Sie jetzt Parteichef sind, versetzt sie noch lange nicht in die Lage, mir oder der ÖVP irgendwelche Angebote zu machen", schoss Edtstadler zurück. Damit war zumindest in diesem Punkt das (vorerst) letzte Wort gesprochen.

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