Kim schickte schlimmsten General zur Abschlussfeier

Mit der Abschlussfeier gingen die Olympischen Spiele zu Ende. Nordkoreas Diktator Kim Jong-un provozierte dabei mit seinem berüchtigsten General.

Bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Pyeongchang tummelte sich jede Menge Politprominenz auf den Rängen. Die USA etwa schickten Ivanka Trump, die Tochter von US-Präsident Donald Trump, um die Olympia-Helden gebührend zu verabschieden.

Nordkoreas Diktator Kim Jong-un nutzte die Abschlussfeier hingegen noch für eine letzte Provokation. Er entsandte mit Kim Yong-chol den berüchtigsten General seiner Armee ins das Nachbarland Südkorea. Dort gilt der hochdekorierte Militär in den Augen von konservativen Politiker als "Kriegsverbrecher". Chol wird vorgeworfen, für einen Angriff auf die südkoreanische Korvette „Cheonan" im Jahr 2010 verantwortlich zu sein, bei deren Untergang 46 Seeleute ihr Leben verloren. Nordkorea bestreitet dies, eine ungeklärte Explosion an Bord des Schiffes soll für dessen Untergang verantwortlich sein.

Angehörige fordern Hinrichtung des Nordkorea-Generals

Der Olympia-Besuch von Kim Yong-chol lässt jetzt ein letztes Mal die Wogen zwischen den beiden verfeindeten Nation hochgehen. Angehörige der Todesopfer des versenkten südkoranischen Kriegsschiffes protestierten in der Hauptstadt Seoul gegen die Visite des Generals und forderten dessen Hinrichtung.

Die südkoreanische Regierung hingegen verteidigte den geplanten Empfang Chols. Sie hofft, dass damit der Dialog zwischen den beiden Ländern vorangebracht und die Beziehungen verbessert werden können. Es wird vermutet, dass Chol dabei noch einmal die zu Beginn der Spiele ausgesprochene Einladung an Südkoreas Präsident Moon nach Nordkorea bekräftigen wird.

(red.)

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