Kimchi gilt als echtes Superfood und ist derzeit ein Trend in den sozialen Medien. Das fermentierte Gemüse aus Korea soll dank sogenannter Milchsäurebakterien besonders gut für den Darm sein. Doch ein aktueller Test zeigt: Nicht jedes Kimchi hält, was es verspricht.
Kimchi ist ein traditionelles koreanisches Gericht aus fermentiertem Gemüse – meist Chinakohl und Rettich – das mit Gewürzen wie Chili, Knoblauch, Ingwer und Fischsauce eingelegt wird.
Kimchi wird nicht gekocht, sondern vergoren. Dabei entstehen sogenannte Milchsäurebakterien. Diese machen das Gemüse haltbar sorgen für den typischen säuerlichen Geschmack können die Darmflora unterstützen.
Die klassische Variante besteht aus: Chinakohl, Rettich, Chilipulver, Knoblauch & Ingwer Salz und oft Fischsauce oder Sojasauce. Es gibt aber viele Varianten – von mild bis sehr scharf.
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 13 Kimchi-Produkte aus dem Handel genauer unter die Lupe genommen. Das überraschende Ergebnis: Nur drei Produkte enthielten tatsächlich gesundheitsfördernde Milchsäurebakterien.
Der Grund: Diese entstehen nur bei unpasteurisiertem Kimchi. Viele Produkte werden jedoch erhitzt, wodurch die nützlichen Bakterien verloren gehen.
Positiv: Schwermetalle wurden in keinem Produkt gefunden.
Allerdings gab es bei einigen Kimchi Abweichungen beim Salz- und Säuregehalt. Nur die drei bestplatzierten Kimchi enthalten tatsächlich gesundheitsfördernde Milchsäurebakterien. Diese drei Produkte wurden im Bio-Supermarkt, bei Billa und im Spezialitätengeschäft gekauft.
Auch beim Geschmack zeigten sich deutliche Unterschiede.
ab.
Importierte Kimchi waren dabei nicht besser als europäische Produkte. Am schlechtesten kam in der Blindverkostung ein Bio-Kimchi von Spar an – auch wenn es insgesamt noch als "gut" bewertet wurde.
Tipp: Wer auf Salz achten muss, sollte Kimchi nur in kleinen Mengen genießen.
Auch der Verarbeitungsgrad wurde untersucht. Die meisten Produkte landeten in der Kategorie "verarbeitet" (NOVA 3). Einige Produkte – darunter Jongaa, Wang Korea und Yangban – wurden sogar als "hochverarbeitet" (NOVA 4) eingestuft, etwa wegen Zusatzstoffen wie Geschmacksverstärkern.
Kimchi kann gesund sein – muss es aber nicht. Entscheidend ist, ob das Produkt unpasteurisiert ist und noch lebende Bakterien enthält. Auch Salzgehalt und Verarbeitung spielen eine wichtige Rolle.