Der 40-Jährige findet dafür deutliche Worte. "Ich sehe den Trend vieler Influencer, ihre Kinder ungepixelt und komplett sichtbar zu zeigen, äußerst kritisch. Vor allem, weil sie es auch nur für einen eigenen wirtschaftlichen Nutzen tun", sagte Dumitru der Deutschen Presse-Agentur.
Besonders die möglichen Gefahren im Internet bereiten dem RTL-Star Sorgen.
"Was manche sogenannte Mom- oder Dadfluencer machen, halte ich für unverantwortlich", erklärt er. Viele würden unterschätzen, wie Bilder von Kindern missbraucht werden könnten.
"Man hat oft gar keine Vorstellung davon, wie groß die Dunkelziffer in der pädophilen Szene ist und wofür solche unschuldigen Aufnahmen missbraucht werden."
Für seinen eigenen Sohn hat Dumitru deshalb eine klare Regel aufgestellt: Das Gesicht des Kindes bleibt in den sozialen Medien verborgen.
"Das wird auch so bleiben", stellt der Schauspieler klar. Sein Sohn könne schließlich noch gar nicht selbst entscheiden, ob er öffentlich im Internet zu sehen sein möchte.
"Auch wenn ich Teile unseres Lebens auf Social Media poste, ist es wirklich das Mindeste, was ich für ihn tun kann", sagt Dumitru. "Sein Recht auf Privatsphäre steht für mich an oberster Stelle."
Dass ihm das Thema besonders wichtig ist, hat auch persönliche Gründe. Der Schauspieler berichtet, selbst über längere Zeit Probleme mit einer Stalkerin gehabt zu haben. Diese Erfahrung habe seinen Blick auf Privatsphäre und Sicherheit zusätzlich geschärft.
Marc Dumitru gehört seit Jahren zum Cast der RTL-Erfolgsserie Alles was zählt. Dort spielt er seit mehreren Jahren den ehrgeizigen Anwalt Kilian Reichenbach.
Mit seiner Kritik stößt der Schauspieler eine Debatte an, die in den sozialen Medien immer wieder geführt wird: Wie viel Öffentlichkeit ist für Kinder vertretbar – und wo beginnt die Verantwortung ihrer Eltern?