Rund 1.500 Katzen landen jedes Jahr im TierQuarTier Wien in der Donaustadt – viele mit schwieriger Vergangenheit. Umso wichtiger sind positive Erlebnisse im Tierheimalltag. Zum Österreichischen Vorlesetag am 26. März bekamen einige der Tiere genau das.
Kinder kamen ins Tierheim und lasen ihnen Geschichten vor. Die Katzen lauschten, beobachteten neugierig – und genossen die Aufmerksamkeit sichtlich. "Es war einfach schön zu sehen, wie neugierig die Katzen auf die Kinder reagiert haben. Solche Momente bringen Leben und Abwechslung in den Tierheimalltag. Für unsere Tiere genauso wie für die Kinder", so Anna Hofstätter, Sprecherin des TierQuarTiers.
Die Aktion verbindet gleich zwei wichtige Themen: Lesen und Tierschutz. Auch wenn die Katzen die Worte nicht verstehen: Während die Kinder ihre Geschichten vortrugen, erlebten die Samtpfoten Zuwendung und Ruhe – wichtige Schritte, um wieder Vertrauen zu Menschen aufzubauen.
"Mit dieser Aktion wollten wir zeigen, wie viel Gutes zwei scheinbar einfache Dinge bewirken können: Zeit mit Tieren zu verbringen und zu lesen", erklärt Hofstätter. Gerade für Tiere mit bewegter Vergangenheit sind solche Begegnungen besonders wertvoll.
Der Österreichische Vorlesetag setzt 2026 bereits zum neunten Mal ein Zeichen für die Bedeutung des Lesens. Neben der schönen Aktion nutzt das TierQuarTier auch die Gelegenheit zur Aufklärung. Viele Tiere landen im Heim, weil ihre Besitzer nicht gefunden werden können. Der Grund: Sie sind zwar gechippt, aber nicht registriert.
"Immer wieder erleben wir, dass Tiere zwar gechippt, aber nicht registriert sind. Dadurch verlieren sie im Ernstfall die Chance, schnell nach Hause zurückzukehren", erklärt das TierQuarTier Wien. Die klare Empfehlung: Tiere unbedingt chippen und registrieren lassen.