Tiefer Fall eines ehemaligen Bundestagsabgeordneten: Das Landgericht Braunschweig hat den 69-Jährigen zu einer unbedingten Gefängnisstrafe verurteilt. Die Details der Anklage gegen den Ex-FDP-Politiker sind erschütternd, wie die deutsche "Bild" berichtet.
Der frühere Abgeordnete soll seine damalige Lebensgefährtin – eine Lehrerin – dazu gebracht haben, ihm Missbrauchsfotos ihrer eigenen Söhne (damals 7 und 9) zu schicken. Doch es blieb offenbar nicht bei digitalen Grausamkeiten. Laut Gericht verging sich der 69-Jährige im Jahr 2021 auch physisch an dem damals siebenjährigen Buben seiner Partnerin.
Der Ex-Politiker versuchte sich im Prozess mit einer bizarren Rechtfertigung zu retten. Er sprach von jahrelangen "suchtartigen Neigungen", behauptete jedoch bis zuletzt, dass er niemals ein Kind angefasst habe. Seiner Darstellung nach habe sich alles nur in seinem Kopf abgespielt: Er gab an, es würde sich dabei nur um "Fantasien" handeln.
Die Richter schenkten diesen Ausführungen jedoch keinen Glauben. Zu schwer wog die Aussage seiner Ex-Partnerin. Die Mutter der Kinder gab an, mit eigenen Augen gesehen zu haben, wie der Angeklagte den kleinen Jungen im Intimbereich berührte.
Das Urteil der Kammer: Eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten.