Polizeieinsatz wegen Softball

Kinder rausgeworfen! Heftiger Streit um Wiener Wut-Wirt

In Wien rief ein Wirt die Polizei, weil zwei Kinder mit einem Softball im Gastgarten seines Lokals spielten. Die Leser sind geteilter Meinung.
25.04.2026, 14:58
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Eskalation am Ende eines Ausflugs. Zwei Familien verbrachten den sonnigen Samstagnachmittag auf der Wiener Donauinsel. Zum Abschluss besuchte man einen Imbiss, die Kinder (5 und 6 Jahre alt) spielten im Gastgarten mit einem dunkel-grünen Schaumstoffball. Dann der Krach, sogar die Polizei wurde deswegen gerufen. Der wütende Wirt hatte die Beamten alarmiert, die Kinder sollen dadurch "verstört und verschreckt" worden sein.

Diese Geschichte (siehe Link oben) sorgte für heftige Diskussionen in den Kommentaren. "Typisch Wienerisch" finden die einen, die anderen fragten sich, ob Österreichs Gastronomie überhaupt kinderfreundlich ist.

"Gastgort'n ka Spüplotz!" – Polizei musste kommen

"Gäste" hätten sich über die spielenden Buben beschwert, Eltern und Kids blieben nach der Eskalation samt Polizeieinsatz "traumatisiert" zurück. "Keiner hat sich beschwert, außer der Wirt selbst", kontert die betroffene Mutter im Gespräch mit "Heute".

Viele Leser sehen Wirt im Recht

Der betreffende Wirt war anderer Meinung, erklärte gegenüber "Heute" grimmig: "Mei Gastgort’n is hoit ka Spüplotz!" Unter den Hunderten Kommentaren befanden sich viele User, die das Verhalten des Wirtes nachvollziehen bzw. unterstützen. "Es gibt auch Grenzen für Kinder", "der Wirt ist voll im Recht" oder "endlich einer, der reagiert" sind nur drei von einer Vielzahl an Wortmeldungen, die sich gegen spielende Vorschulkinder richtet.

Laut einem Leser würden viele Eltern glauben, mit Kindern unterwegs zu sein, bedeute Narrenfreiheit. "Diese Kinder sind einfach nicht erzogen und terrorisieren ihre Umgebung", meint gar ein weiterer User. Womöglich einer ohne eigenen Nachwuchs.

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Stirnrunzeln bei Usern: "Willkommen in Österreich"

Andere "Heute"-Leser sehen die Sache entschieden anders: Jeder Alkoholisierte sei laut einem User schlimmer als "schlimme" Kinder, heißt es etwa. Ein weiterer User halte es für lediglich schlimm, wenn Kleinkinder in Öffis mit Tablets ruhig gestellt werden, anstatt sie kindgerecht spielen zu lassen.

"Viele Erwachsene haben vergessen, dass sie auch mal Kinder waren", so ein weiterer Leser. Egal, wie man zu dem Imbiss-Eklat auf der Wiener Donauinsel steht: Die beiden Familien werden den Softball ihrer Kids beim nächsten Gastro-Besuch wohl vorsichtshalber sicher verstauen oder einen großen Bogen um den "kinderfeindlichen" Insel-Imbiss machen.

{title && {title} } ct,red, {title && {title} } 25.04.2026, 14:58
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