Shiffrin hat in den letzten Monaten ihren Status als beste Skiläuferin der Gegenwart unter Beweis gestellt. Mittlerweile hält die US-Amerikanerin bei 110 Weltcupsiegen, sechs großen Kristallkugeln und überwand im Slalom von Cortina auch ihr Olympia-Trauma, räumte die Goldmedaille ab. Die Zeit seit dem Saisonende verbrachte die US-Amerikanerin mit einer Promotion-Tour und Ski-Camps für Mädchen in ihrer Heimat Copper Mountain.
Spekulationen über einen womöglich anstehenden Rücktritt, gemeinsam mit ihrem Partner Aleksander Aamodt Kilde, hatte die 30-Jährige gegen Saisonende ausgeräumt. Sie werde auch kommenden Winter im Weltcup am Start stehen, verkündete Shiffrin. Aktuell genießt sie jedenfalls die rennfreie Zeit. Und wieder in ihrem eigenen Bett im US-Bundesstaat Colorado zu schlafen.
Bei dem Skitag mit 14-jährigen Mädchen hatte die US-Amerikanerin auch über ihre eigene Kindheit erzählt, von ihrem ersten Skiausflug mit zwei Jahren, vom großen Wunsch mit neun Jahren, ein Go-Kart zu Weihnachten zu bekommen. Und Shiffrin hat sehr wohl auch das Leben nach der Profi-Karriere vor Augen.
"Mein Bruder und meine Schwägerin haben gerade ein Baby bekommen. Ich sehe da all die Möglichkeiten", erzählte die US-Amerikanerin dem "Vail Daily". Dabei enthüllte Shiffrin, dass auch sie einen Kinderwunsch hat. "Das wünsche ich mir und ich weiß, dass sich Aleks das auch wünscht", ließ die 31-Jährige aufhorchen. Dies sei aber erst nach der Karriere Thema. "Wir konnten in unserer Beziehung noch nie länger als einen Monat am selben Ort bleiben", sagte die Weltklasse-Skiläuferin.
Deshalb könne sich die US-Amerikanerin aktuell nicht vorstellen, ein Kind zu bekommen. "Aber ich kann mir schon vorstellen, dass dieser Wunsch ziemlich schnell und plötzlich kommt", ergänzte Shiffrin offen.
Vorerst steht aber noch die Ski-Karriere an oberster Stelle. Da fehlen "nur" noch zwei große Kristallkugeln auf den Rekord von Marcel Hirscher. Doch genau derartige Bestmarken würden sie nicht antreiben, meinte Shiffrin. "Ich denke, es ist vor allem die Neugier, wie viel besser ich noch werden kann. Ich glaube, ich habe mein Limit im Slalom erreicht. Und ich glaube, dass sich die anderen Läuferinnen verbessern werden", meinte die Rekord-Siegerin im Weltcup. Sie selbst wolle vor allem ihr Augenmerk auf den Super-G legen. Und im Weltcup noch einmal angreifen. 2027 steht schließlich noch eine Ski-Weltmeisterschaft in Crans-Montana (Schweiz) auf dem Programm.