Kitzbühel-Killer schweigt sich über sein Motiv aus

In einer ersten Vernehmung schildert der mutmaßliche Fünffachmörder die Ereignisse "klar und strukturiert". Das Warum bleibt unbeantwortet.
Am Landesgericht Innsbruck wurde am Montagmittag die Untersuchungshaft über den 25-jährigen mutmaßlichen Fünffachmörder verhängt. Derzeit wird in Kitzbühel der Tatort untersucht. Außerdem sollen die Leichen obduziert und ergänzende Vernehmungen durchgeführt werden. Mit einem Ergebnis ist frühestens am Montagabend oder am Dienstag zu rechnen, so Landeskriminalamt (LKA)-Chef Walter Pupp.

Verdächtige schildert Mordnacht "klar und strukturiert"



Bereits am Sonntag wurde der mutmaßliche Täter mehrere Stunden lang einvernommen. Wie Pupp in der ORF-Sendung "Mittag in Österreich" erklärt, habe der 25-Jährige "sehr klar und strukturiert die Ereignisse geschildert". Seine Angaben zur Tat decken sich auch bis jetzt mit den Ermittlungen. "Derzeit gibt es keine großen Widersprüche", so der Chef-Ermittler. In der Verhandlung vor Gericht werde es natürlich ein gerichtspsychiatrisches Gutachten geben. Diesem wollte Rupp nicht vorgreifen. Derzeit sitzt der Verdächtige in der Justizanstalt Innsbruck.

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Der 25-Jährige soll in der Nacht auf Sonntag seine Ex-Freundin, ihren neuen Freund, ihren Bruder und ihre Eltern in Kitzbühel ermordet haben. Auslöser dürfte Eifersucht gewesen sein. Der Beschuldigte kam Sonntagfrüh gegen 6 Uhr in die Kitzbüheler Polizeistation, legte ein Messer und eine Pistole auf den Tisch und erklärte den Beamten: "Ich habe soeben fünf Personen getötet." Als die Polizei am Tatort Nachschau hielt, fand sie fünf Leichen vor.

Frage nach dem Warum unbeantwortet



Die Frage nach dem "Warum" bleibt weiterhin unbeantwortet. "Diese Frage beantwortet er nicht, weshalb das so schnell nicht zu klären sein wird", meinte Pupp. Das LKA geht davon aus, dass die gesamte Tat insgesamt sehr schnell abgelaufen ist. Deshalb hätten die 19-Jährige und ihr Freund - die der Täter nach den ersten drei Morden im Haupthaus in der Einliegerwohnung tötete - ihn wohl auch nicht rechtzeitig bemerkt. "Entweder haben sie die Schüsse nicht gehört oder diese nicht richtig zugeordnet." Aber da es keine Zeugen gebe, werde dies wohl im Dunklen bleiben.



Trauer nach Fünffachmord in Kitzbühel



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