Patient in Lebensgefahr!

Klinik weist Mann dreimal ab, dann braucht er Not-OP

Ein 50-Jähriger aus Marchtrenk wurde im Klinikum Wels dreimal mit Schmerzen heimgeschickt. Tage später schwebte er in Lebensgefahr.
Newsdesk Heute
22.02.2026, 08:27
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Schon wieder schockt ein Bericht über einen abgewiesenen Patienten, der in weiterer Folge in akute Lebensgefahr geriet, das Land. Die "Krone" berichtet am Sonntagmorgen über einen 50-jährigen Mann, der insgesamt dreimal aus dem Klinikum Wels heimgeschickt wurde.

Jürgen Seiler (50) aus Marchtrenk suchte kurz vor Weihnachten gleich mehrmals Hilfe im Klinikum Wels. Er klagte über starke Schmerzen, wurde aber laut eigener Aussage jedes Mal mit Schmerzmitteln und dem Rat, abzunehmen, nach Hause geschickt.

"Ich habe halluziniert"

Seit einer Grippe vor zwei Jahren leidet der Angestellte an Herzproblemen. In seinem Körper sammelt sich Wasser an, mit Medikamenten hatte er die Beschwerden bisher im Griff. Doch im Dezember nahm er innerhalb weniger Tage stark zu. Sein Hausarzt riet ihm, Gewicht zu verlieren. Weil es ihm trotzdem schlechter ging, suchte Seiler das Spital auf.

Am 23. Dezember war er gleich zweimal dort, am 29. Dezember erneut. Zu diesem Zeitpunkt wog er bereits 160 Kilo und hatte massive Schmerzen im linken Rippenbereich. "Man hat wieder nur gemeint, ich solle abnehmen", sagt der 50-Jährige zur "Krone". In den Tagen danach verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. "Ich war wie im Delirium, habe halluziniert."

Am 5. Jänner brachte man ihn erneut ins Klinikum. Dann die Schock-Diagnose: Zwei gebrochene Rippen hatten sich in seine Lunge gebohrt. Es bestand akute Lebensgefahr, eine Not-Operation war nötig. "Ein Arzt hat meine Frau angerufen und gesagt, dass ich sterben könnte", erzählt Seiler. Die Betreuung rund um die Operation sei gut gewesen, betont er. "Es ist nicht alles schlecht gelaufen. Ich versteh auch, dass im Spital Stress herrscht."

Über Ärzte verärgert, Klinik sieht kein Fehlverhalten

Bis heute leidet er an den Folgen des künstlichen Tiefschlafs. Im Dunkeln könne er nicht schlafen, er sei schreckhaft. Besonders ärgert ihn aber etwas anderes: "Es kann doch nicht sein, dass ein Patient nur, weil er dick ist, nicht genau untersucht wird." Seiler ist überzeugt, dass eine Anpassung seiner Medikamente womöglich die dramatische Entwicklung verhindert hätte. Wie und wann er sich die Rippen brach, ist weiter unklar.

Das Klinikum Wels sieht kein Fehlverhalten. Nach Durchsicht der Unterlagen habe es bis 29. Dezember keinen Hinweis auf eine schwere Erkrankung gegeben, heißt es in einer Stellungnahme. Seiler hat inzwischen Kontakt mit dem Patientenanwalt aufgenommen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 22.02.2026, 08:31, 22.02.2026, 08:27
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