Klinsi teilt in Video aus: "Scheiße wurde erfunden"

Mit seinem überraschenden Abschied als Hertha-Trainer nach gerade einmal zehn Wochen hat Jürgen Klinsmann für Schlagzeilen gesorgt. Nun entschuldigte sich der 55-Jährige in einem Video-Chat.
Rückblick: Am Dienstag hatte der frühere deutsche Teamchef völlig überraschend sein Aus als Trainer der Berliner Hertha erklärt. Dies hatte Klinsmann via Facebook mit fehlendem Vertrauen begründet. Viele Fragen waren allerdings offen geblieben. Auch wenn der deutsche Bundesligist den Konflikt öffentlich ausgetragen hatte.

Am Mittwoch nahm der 55-Jährige nun in einem Live-Chat zum plötzlichen Abschied Stellung. Und entschuldigte sich. "Die Dinge haben sich ein bisschen überschlagen. Es kam dann zu meiner Reaktion, zu sagen: ,Es ist gut.' Die Art und Weise ist natürlich fragwürdig. Wenn man eine negative Botschaft hat, wird die nie gut rüberkommen. Wenn es so der Fall war, möchte ich mich entschuldigen."

Probleme mit Preetz



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Trotzdem bleibt der 55-Jährige bei seiner Entscheidung. "Die ist in den letzten Wochen in mir gereift. Weil intern Dinge passiert sind, die schwer waren für mich. Ich habe in meinen Stationen beim Zusammenarbeiten andere Erfahrungen gemacht", erklärte Klinsi, um dann vor allem mit Sportdirektor Michael Preetz hart ins Gericht zu gehen.

"Ich bin da im November reingekommen, eine Art Himmelfahrtskommando. Im Trainingslager hab ich der Führung gesagt, dass ich mir vorstellen kann, länger zu bleiben. Doch bis heute bin ich im vertragslosen Zustand. Es ging nie ums Geld, sondern um die Kompetenzaufteilung. Das haben wir nicht hinbekommen", erklärte Klinsmann.

Bleibt er Aufsichtsrat?



Gescheitert sei es auch an der Zusammenarbeit mit der Führungsebene. "Diese Art der Arbeit, dass da ein Manager sitzt und seine Kommentare gibt, hat mir irrsinnig aufgestoßen. Da haben wir uns in vielen Nebenschauplätzen aufgerieben."

Und auch die Medien wurden vom früheren deutschen Nationalcoach scharf kritisiert. "Das ist vielleicht auch noch so ein Thema. Meine Fußball-Lehrer-Lizenz war nie abgelaufen. Die ganze Scheiße, die da erfunden wurde, hätte auch nicht sein müssen", polterte Klinsmann mit Blick auf Berichte über seine fehlende Berechtigung, als Bundesliga-Trainer tätig zu sein.

Zum angekündigten Live-Chat, in dem Klinsmann Fragen der Fans beantworten wollte, kam es dann aber nicht. Die Hertha hat für Donnerstag selbst eine Pressekonferenz angekündigt.

Klinsmann hatte erst am 27. November von Ante Covic übernommen, sollte die Saison mit dem deutschen Hauptstadtklub zu Ende spielen. Ob der 55-Jährige seinen Aufsichtsratsposten behält, ist noch nicht klar.

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