Klopp will Spielabbruch bei Rassismus-Vorfällen

Rassistische Übergriffe gegen dunkelhäutige Spieler sorgen in England für große Aufregung. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp fordert drastische Maßnahmen.

Raheem Sterling, Callum Hudson-Odoi und Danny Rose – sie alle wurden beim jüngsten Einsatz für das englische Nationalteam Opfer von üblen rassistischen Beschimpfungen von Zuschauern.

Beim 5:1-Qualisieg in Montenegro wurden sie für ihre Hautfarbe diskriminiert, erhalten seither von Kollegen, Fans und in der Presse viel Zuspruch.

So wurde auch Liverpool-Trainer Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz vor dem Liga-Heimspiel gegen Tottenham auf den Skandal angesprochen. Der Deutsche zeigte sich erschüttert und stellte klar: Szenen wie diese dürfen sich nicht wiederholen.

In einem langen, emotionalen Monolog ging er sogar so weit, Spielabbrüche zu fordern, sollte es künftig zu rassistischen Übergriffen auf Spieler kommen.

Klopps starke Worte im Originalton:



"Ich bin so enttäuscht, dass so etwas in unserer Welt noch möglich ist, dass Menschen so etwas noch machen. Sie nutzen ihre Stimme für eine völlig falsche Sache. Das ist so frustrierend, ich kann es gar nicht glauben. Ich habe das England-Spiel gesehen - allerdings ohne Ton. Ich war überrascht, als Henderson die Gelbe Karte bekam, als Rose die Gelbe Karte bekam und Raheem Sterling vor den Fans gefeiert hat. Ich dachte: 'Was ist da los?' Später hat es dann alles Sinn ergeben. Man darf so etwas auf keinen Fall ignorieren. Wir müssen mit dem Finger darauf zeigen und offen darüber reden. Wir müssen dafür sorgen, dass es endlich verboten ist. Vielleicht machen es die Leute, weil sie es witzig finden. Es ist überhaupt nicht lustig. Es ist schwer für mich, mich in die Situation von Raheem, von Rose oder anderen Spielern hineinzuversetzen, die so etwas schon erlebt haben. Ich hatte noch nie so eine Situation. Was auch immer ich tun kann, würde ich machen. Wir müssen Spiele abbrechen, wir müssen alles tun. Ich verstehe, dass Gareth (Southgate, Englands Teamchef) es nicht gemacht hat. Aber wir müssen klar machen, dass es nicht erlaubt ist und nicht möglich ist." (Heute Sport)

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