Der Wirbel rund um Christopher Seiler nimmt kein Ende. Nach einem Video-Statement des Musikers mischt sich jetzt auch Ernst Molden ein, mit dem Seiler gemeinsame Auftritte und ein Album geplant hatte. Der bekannte Wiener Musiker reagiert auf die Entwicklungen rund um Seiler mit deutlichen Worten.
Dabei lässt er durchblicken, dass die Situation für ihn eine klare Konsequenz habe. In der aktuellen Lage sehe er keinen Raum für eine gemeinsame musikalische Zukunft, ließ Molden sinngemäß wissen.
"Nach einem Videodreh im Wiener Prater für unsere gemeinsame Band hat Christopher einen Übergriff begangen, gegenüber einer Frau, die er gegen ihren Willen zum Konsum von Kokain nötigen wollte. Die Frau hat ihn völlig zu Recht angezeigt. Er hat, sowohl bei der Einvernahme als auch uns gegenüber, alles zugegeben und sich entschuldigt", so Molden. "Ich finde den Vorfall furchtbar, ich finde Christophers Verhalten unentschuldbar."
Und Molden zieht nun harte Konsequenzen: "Wir haben eigentlich unser zweites Album fertig. Wir alle sind sehr glücklich damit, weil, ja, es ist richtig schön. Wir wollten es Ende April veröffentlichen, das tun wir jetzt nicht. Wir wollen es nicht in dieser im Augenblick tobenden, öffentlichen Schlacht hervorbringen, wo in der Hitze des Gefechts alles verzerrt wird." Und: "Die meisten geplanten Konzerte spielen einstweilen das Frauenorchester und ich. Wir hoffen, dass es der betroffenen Frau wieder besser gehen wird."
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"Ich habe mehrfach mit Christopher gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm sein Bereuen glaube, mir dennoch von ihm wünsche, dass er sein Leben ordnet und das gschissene Gift darin los wird. Er hat es mir versprochen, und ich glaube ihm auch das", so Molden.
Für Fans von Seiler ist das ein weiterer Rückschlag. Der Musiker, der vor allem als Teil des Duos Seiler und Speer große Erfolge gefeiert hat, steht seit Bekanntwerden der Causa massiv unter Druck. In der Branche selbst ist die Stimmung angespannt