In der Waldviertler Gemeinde Sigmundsherberg ist am Sonntag über den Bau eines neuen Gemeindezentrums abgestimmt worden. Rund 1.400 Wahlberechtigte waren aufgerufen, die Beteiligung lag bei 73 Prozent.
Das Ergebnis fiel äußerst knapp aus: 50,7 Prozent (515 Stimmen) sprachen sich für das Projekt aus, 49,3 Prozent (500 Stimmen) dagegen.
Bürgermeister Franz Göd (ÖVP) wertete das Resultat dennoch klar als Auftrag. "Ein Ja ist ein Ja", erklärte er nach der Abstimmung gegenüber dem "ORF NÖ".
Der Ortschef geht davon aus, dass der Baustart bereits in wenigen Wochen erfolgen könnte. Gleichzeitig betonte er, dass man auch die Kritiker ernst nehme und zur Mitarbeit einladen wolle.
Das geplante Zentrum soll mehrere Funktionen vereinen: Neben dem Gemeindeamt sind auch eine Bücherei, ein Nahversorger, ein Veranstaltungssaal für rund 200 Personen sowie Gastronomie vorgesehen.
Zusätzlich plant eine Siedlungsgenossenschaft die Errichtung von 14 Wohneinheiten im Umfeld des Projekts.
Kritik kommt vor allem von SPÖ und FPÖ: Sie lehnten den Bau wegen der Kosten von rund seiben Millionen Euro ab und hatten im Vorfeld gemeinsam für ein "Nein" geworben.