Neue Studie zeigt

Koalas waren schon vor dem Menschen in der Krise

Bevor der Mensch Australien besiedelte, erlebten Koalas eine massive Existenzkrise. Alle heutigen Tiere stammen von wenigen Überlebenden ab.
Technik Heute
09.06.2026, 18:11
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die beliebten Beuteltiere hatten es schon schwer, als noch kein Mensch auf dem australischen Kontinent lebte. Das zeigt eine neue genetische Studie von Forschern der University of Sydney und der Texas A&M University.

Laut den Wissenschaftlern schrumpften die Koala-Bestände bereits vor rund 100.000 Jahren drastisch. Der Grund: Klimawandel und der Verlust geeigneter Lebensräume. Alle heute lebenden Koalas gehen demnach auf eine kleine Restpopulation zurück.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wie spektrum.de berichtet, stellt die Studie bisherige Forschungsergebnisse infrage. Frühere Untersuchungen waren davon ausgegangen, dass die Koalapopulationen erst nach der Ankunft des Menschen zurückgingen.

Neue Methode zur Rekonstruktion

Das Forschungsteam um Evolutionsbiologen Toby Kovacs rekonstruierte die genetische Geschichte der Koalas, indem es sich auf die Mutationsrate im Erbgut konzentrierte. Bei jeder Generation entstehen natürliche genetische Veränderungen. So konnte das Team den genetischen Zeitstrahl bis zu 100.000 Jahre zurück nachvollziehen.

Es ist die erste Studie, die die Mutationsrate von Koalas direkt bestimmt - und überhaupt die erste für eine Art aus der Ordnung der Diprotodontia, zu der auch Wombats, Kängurus und Possums gehören.

Mensch bleibt größte Gefahr

"Die Studie schreibt den Zeitrahmen der genetischen Geschichte des Koalas in Australien neu", sagt Studienleiter Kovacs. Dennoch betont er: Viele der heutigen Bedrohungen für Koalas sind vom Menschen verursacht - darunter Jagd, Abholzung, Dürren, Krankheiten und Buschfeuer.

Manche australische Bundesstaaten haben bereits Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass die Sympathieträger in freier Wildbahn aussterben. Die neuen Erkenntnisse könnten dabei helfen, wissenschaftlich fundierte Schutzstrategien zu entwickeln.

{title && {title} } tec, {title && {title} } 09.06.2026, 18:11
Jetzt E-Paper lesen