Homeoffice soll auch aus dem Ausland möglich werden

Arbeitsminister Kocher kündigte eine Erweiterung der Homeoffice-Regeln an. Angedacht ist auch, das Arbeiten aus dem Ausland möglich zu machen. (Symbolbild)
Arbeitsminister Kocher kündigte eine Erweiterung der Homeoffice-Regeln an. Angedacht ist auch, das Arbeiten aus dem Ausland möglich zu machen. (Symbolbild)Getty Images/iStockphoto
Arbeitsminister Kocher kündigte eine Erweiterung der Homeoffice-Regeln an. Angedacht ist auch, das Arbeiten aus dem Ausland möglich zu machen.

Im Rahmen einer Diskussion von Magenta Telekom kündigte Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) am Montag eine Erweiterung des kürzlich beschlossenen Homeoffice-Gesetzes an. Derzeit sei es so, dass das Homeoffice in einer Wohnung verrichtet werden müsse. Doch laut Kocher müsste das Arbeiten auch von unterwegs möglich sein, daher gilt es, die Regeln zur Remote-Arbeit zu adaptieren.

 Ebenso gebe es derzeit Probleme damit, wenn jemand vom Ausland aus Homeoffice machen wolle. Auch hier gilt es entsprechende Änderungen anzudenken.

Bilaterale Regelungen

Ein Vorschlag Kochers in diesem Kontext waren bilaterale Regelungen, die Österreich mit seinen Nachbarländern treffen könnte. Das Ziel hierbei sei, den Mitarbeitern Homeoffice aus dem Ausland zu ermöglichen. Der Minister wolle sich das im Laufe des zweiten Halbjahres oder Anfang nächsten Jahres genauer anschauen.

Momentan ist es so, dass Sozialversicherung und Steuer mit der Ansässigkeit zusammenhängen. Vonseiten des Magenta-Managements hieß es hierzu, dass dies durchaus ein Problem sei – etwa für slowakische Beschäftigte des Konzerns, die nicht ins Homeoffice dürften.

System bei Arbeitslosengeld verbessern

Im Rahen dieser Diskussion wurde auch die Debatte um das Arbeitslosengeld angesprochen. Hier will Kocher im zweiten Halbjahr mit allen Beteiligten über das derzeitige System und eventuelle Änderungen sprechen.

Im österreichischen System fallen Arbeitslose am Anfang nämlich "relativ stark" auf 55 Prozent Nettoersatzrate, "das ist relativ wenig im Vergleich zu anderen Staaten, aber dann bleibt man lange auf diesem Niveau", erläuterte der Minister. Daher wolle er sich anschauen, ob man ein besser funktionierendes System schaffen könne.

Zuletzt forderte auch SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent. (Mehr dazu hier >>)

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