"Unangenehm"

Koffer mit Marihuana! Marius gesteht Drogen-Transport

Vor Gericht schildert Marius Borg Høiby nun selbst, wie er für einen Dealer mehrere Kilogramm Marihuana abholte.
Heute Entertainment
13.03.2026, 15:07
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Der Prozess gegen Marius Borg Høiby steuert auf sein Finale zu. Am 25. Verhandlungstag nimmt der 29-Jährige ein letztes Mal im Zeugenstand Platz.

Vor Gericht muss sich der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit zu mehreren Vorwürfen äußern. Neben Drogendelikten stehen auch Beleidigungen gegenüber der Polizei sowie riskantes Verhalten im Straßenverkehr im Mittelpunkt. Das Urteil soll kommende Woche am 19. März fallen.

Brisante Nachrichten mit Ex-Freundin

Am Vormittag wurden bereits brisante Nachrichten zwischen Høiby und seiner früheren Partnerin verlesen. Die Frau, die ihm Misshandlung vorwirft, schrieb ihm darin: "Ich verstehe so verdammt gut, warum Mette und Haakon keine Lust mehr darauf haben. Und warum alle deine Freunde dir gegenüber nur oberflächlich sind. Du hast es dir selbst zuzuschreiben." So soll Høiby sie zeitweise als "Kakerlake" in seinem Handy gespeichert haben, während sie ihn als "Frauenmisshandler" bezeichnete.

Koffer voller Marihuana transportiert

Am Nachmittag geht es um ein Drogendelikt. Der Angeklagte räumt ein, im Juli 2020 rund 3,5 Kilogramm Marihuana transportiert zu haben. Die Drogen sollen einen Wert von etwa 45.000 Euro gehabt haben.

Laut seiner Aussage habe ihm ein Dealer während der Pandemie angeboten, die Ware zu organisieren. Høiby habe dafür einen "dicken Stapel Bargeld" übergeben und anschließend einen Koffer voller Marihuana im Auto mitgenommen. Die Rückfahrt sei für ihn "beängstigend und unangenehm" gewesen. Geld habe er für den Transport nicht erhalten, später habe er lediglich einen Teil der Ware gekauft.

In Norwegen gibt es keine extra Untersuchungshaft. Marius sitzt deshalb mit verurteilten Straftätern zusammen. Das Bild zeigt eine normale Zelle aus der Einrichtung und stammt von der Gefängnisleitung.
facebook/Kriminalomsorgen; APA-Images / AFP / HAKON MOSVOLD LARSEN

Raserei auf Video festgehalten

Auch mehrere Verkehrsverstöße werden im Gerichtssaal thematisiert. In einem Fall beschleunigte er laut Videoaufnahme auf dem Weg nach Skaugum statt der erlaubten 40 km pro Stunde auf 73. Zu einem weiteren Vorfall erklärt er: "Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich gerade meinen BMW tunen lassen, und dann habe ich gefilmt, wie ich auf einer geraden Strecke auf dem Weg zur Arbeit Gas gegeben habe." Auch hier räumt er die Schuld ein.

Ein anderer Clip zeigt ihn sogar mit der doppelten Geschwindigkeit in einer 40er Zone. Vor Gericht gesteht er: "Ich bin weit über der Geschwindigkeitsbegrenzung gefahren. Das hätte ich niemals tun dürfen".

In einem weiteren Video kommentiert er selbstkritisch: "Ups, da wäre fast ein Gardist dran gegangen". Damit endet die Beweisaufnahme. Nun liegt es am Gericht, über das Schicksal des prominenten Angeklagten zu entscheiden.

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