Der Prozess gegen Marius Borg Høiby, den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen, zieht sich bereits in die siebte Woche. Am 24. Prozesstag wurden nun SMS-Nachrichten vorgelesen, die tiefe Einblicke in das Seelenleben des 29-Jährigen geben.
In einer Nachricht an seine Ex-Freundin Nora Haukland schrieb Marius: "Ich wurde gegen meinen Willen in eine Familie der Öffentlichkeit eingeheiratet, und es war unglaublich schwierig für mich, in der Öffentlichkeit zu stehen, ohne etwas vorzuweisen zu haben, worauf ich stolz sein könnte." Er gab an, seinen Lebensstandard allen anderen zu verdanken, nur nicht sich selbst.
Marius bat während der Verlesung der Nachrichten darum, zurück ins Gefängnis gebracht zu werden. Insgesamt existieren 800 Seiten SMS-Material, das im Rahmen des Verfahrens ausgewertet wird.
Eine Zeugin, die Marius seit September 2024 kennt, widersprach dem Bild des Angeklagten als Frauenhasser. Er sei sehr fürsorglich und jemand, mit dem man über alles reden könne. Er sei kein gewalttätiger Mensch, zeige seine Gefühle aber offen nach außen.
Der Stiefsohn von Kronprinz Haakon muss sich seit dem 3. Februar in 38 Anklagepunkten verantworten – darunter Vergewaltigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Das Urteil wird am 19. März erwartet.